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Brothers In Arms – Invictus

Hardcore ist überall, in unserem aktuellen Beispiel in Hamburg, den von dort kommen “Brother in Arms”. Der Sound der Hamburger ist Küsten-Hardcore – zwar nicht von der “Waterkant” aber dafür im Stile des klassischen US-Ostküsten Hardcore.

Brothers in ArmsDer Sound erinnert aber auch an die Hardcore Helden meiner Jugend, aus den frühen Neunzigern, Pro-Pain oder Biohazard, so mancher Track wie “War Machine” könnte auch auf einem Madball oder Agnostic Front Tonträger zu finden sein . Hardcore mit einer Prise Metal, viel Groove, variables Tempo, einfache Riffs aber auch mal eine Soloeinlage und dazu die aggressiven Shouts von Sänger Andrew Boswell.

Ein Eineinhalb bis zweieinhalb Minuten, bringt die Band die Tracks auf den Punkt. Textlich geht es vorwiegend um die Hardcore Community aber auch um Gewalt. Leider stellenweise mit ziemlich viel Platitüden  und Klischees wie in “6 AM” oder “One Shot”  - Tough Guy Hardcore eben. Speziell bei “6 AM” kommt das im Rap-Part (von GFM) durch fraglich, ist auch ob man “Schwuchtel” sagen muss und auch andere Texte sind fragwürdig in mit Beleidigungen, Diskriminierung und stellen das andere Geschlecht teilweise in kein gutes Licht.

Am Ende nageln die Jungs aber zwölf perfekte Moshbretter gegen die Wand der Großstadtromantik. Wer bei “Pissed Off” oder “Carry On” nicht spontan mit hüpfen anfängt, dem ist nicht mehr zu helfen. In jedem Fall ist “Invictus” also die perfekte Scheibe um sich abzureagieren und wenn Brothers In Arms noch an den Texten arbeiten, könnten sie ein großes Ding werden.

brothers-arms-invictus
Brothers In Arms
Invictus
(SwellCreek Records)

Hody

Gründungsmitglied von Tribe Online, ehemaliger DJ. Mag Groove und Melodie, Hardcore und Female Fronted Metal, mal ein bisschen Rap oder Industrial, Sportspiele und RPGs - bastelt gerne an PCs

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