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Soundgarden – King Animal

Als vor zwei Jahren die Reunion der alten Seattle Helden Soundgarden verkündet wurde und passend dazu die Werkschau “Telephantasm” veröffentlicht wurde, war ich zugegebenermassen eher skeptisch. Das Ganze machte den Eindruck, als wolle man 13 Jahre nach der Auflösung der Band und 14 Jahre nach dem letzten Studio-Album “Down On The Upside” einfach nochmal irgendwas veröffentlichen und ein paar Festivals zusammen spielen.

Daher war ich vor einiger Zeit umso erstaunter, als ich hörte, dass Chris Cornell, Kim Thayill, Ben Sheppard und Matt Cameron tatsächlich auch nochmal ein komplettes neues Album veröffentlichen wollen. Und noch viel mehr bin ich jetzt (positiv) vom vorliegenden Ergebnis überrascht: Soundgarden klingen anno 2012, als wären sie nie weg gewesen. Die 13 Songs auf “King Animal” klingen, als hätten sie auch für “Badmotorfinger”, “Superunknown” oder bereits erwähntes “DOTU” geschrieben sein können. Dabei strotzen die vier hervorragenden Musiker geradezu vor Spielfreude, der Gesang von Chris Cornell ist ohnehin stark und vielseitig wie eh und je.

“Den” herausragenden “Hit” unter den Kompositionen zu finden, wäre eher nebensächlich und auch nicht unbedingt nötig, da “King Animal” mit jedem Mal Hören weiter wächst, mir jedes Mal besser gefällt. Momentan wären meine Favoriten am ehesten “Non-State Actor”, “Taree” und “Eyelid´s Mouth”. Das kann sich aber wieder ändern, da ich mir “KA” mit Sicherheit noch einige Male anhören werde.

Alles in Allem haben Soundgarden hiermit ein rundum gelungenes, absolut überzeugendes Comeback-Album abgeliefert, davon darf gerne noch mehr kommen!

Soundgarden - King Animal - Tribe Online Magazin
Soundgarden
King Animal
(Mercury/Universal)

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