Crucial Adrenaline Test

Eine der Technologien die im PC Sektor derzeit in aller Munde ist, ist der Umstieg von traditionellen Festplatten zu Flash Speicher oder sogenannten Solid State Disks. Waren SSDs früher nur bei Moddern und speziell im HTPC-Sektor beliebt, weil sie ihren Dienst sehr leise verrichten, blieben auf Grund der hohen Preise dennoch eine Rarität. Glücklicherweise sind die Preise mittlerweile auch für den Otto-Normal-Verbraucher bezahlbar geworden, so dass immer mehr User auf eine SSD umsteigen. Dennoch eigenen sich SSDs derzeit nur für den Einsatz als Bootplatte für das Betriebssystem, für die Archivierung größerer Datenmengen sind die Platten noch nicht groß genug bzw. in Terrabyte Regionen nicht bezahlbar und im Kosten-Per-Gigabyte Faktor noch immer weit weg von „normalen“ Festplatten.

Crucial Adrenaline SSD

Crucial Adrenaline SSD

Das Problem bei der Umrüstung eines aktuell bestehenden System auf eine SSD zum Geschwindigkeitsgewinn ist dass die Daten zuerst auf eine Image gesichert werden müssen, dass nach dem Ausbau der konventionellen Festplatte auf die danach eingebaute SSD übertragen werden muss. Wer sein Betriebssystem nun aber statt auf einer Festplatte lediglich auf einer Bootpartition hat oder wem der oben genannte Prozess zu viel Restrisiko birgt, dem blieb bisher der Weg in die SSD Zukunft verbaut.

An eben solche User haben Crucial – das Endverbrauchersegment von Micron Technology Inc. mit Hauptsitz in Boise (Idaho, USA) gedacht und versprechen mit Adrenaline SSD – mäßige Beschleunigung ohne die Kapazität einer großen Festplatte zu verlieren. Die SSD wird praktisch als Cache für die bestehende Festplatte genutzt. Ein auf Windows 7 basiertes System kann mit Crucial Adrenaline ca. doppelt so schnell starten und bis zu acht Mal schnellere Zugriffzeiten erreichen – leider bleibt Usern von älteren Betriebssystemen die Nutzung vorenthalten.

adrenaline harddrive

adrenaline harddrive

adrenaline installation

adrenaline installation

Der Einbau ist ziemlich einfach und praktisch nur ein Upgrade für das bestehende System, das selbst unerfahrene PC-Besitzer sehr leicht durchführen können. Es müssen im Vorfeld keine Daten migriert, gesichert oder auf ein Image geschrieben werden. Die Adrenaline Platte passt in einen 2,5″ Schacht und ist nur 9mm hoch, an den Seiten und auf der Unterseite der Platte befinden sich Gewinde für die Schrauben. Ein 3,5″ Zoll Rahmen zum Einbau wird mitgeliefert, damit die Platte auch eingebaut werden kann wenn kein freier 2,5″ Schacht mehr verfügbar ist. Im Paket der Crucial Adrenaline ist also die 50GB Crucial m4 SSD selbst, der 3.5″, einem Einbau Adapter, ein SATA Kabel und die Dataplex Caching Software. Im Inneren der Platte ist ein Marvell’s 88S9174 mit synchronem NAND (ONFi 2) und natürlich Cache Speicher von Micron verbunden.  Also dieselbe Konstellation wie bei den m4 Solid State Drives von Crucial.  Jedes der NAND Module hat eine Kapazität von 8GB, mit jeweils 2 internen Dies.  Also 16 Dies in total, was den 2 dies pro Kanal des Marvell Controller Chips entspricht.

Die Platte muss im Einbaurahmen festgeschraubt werden und der Rahmen dann anschließend in einen freien 2,5″ oder 3,5″ im PC Gehäuse installiert werden. Anschließend muss die Platte noch mittels des beiliegenden Kabels an eine freie SATA Schnittstelle auf dem Motherboard befestigt werden. Es ist sogar möglich die Platte an einem eSATA Port anzuschließen. Anschließend muss nur der PC neu gestartet werden. Beim Hochfahren wird die Platte unter Umständen in einem der Bootscreens – bei uns war es das AHCI Bios-Screen – angezeigt. In Windows 7 wird die Platte aber nicht im Explorer aufgeführt.


Damit die Platte nun anfangen kann ihren Dienst aufzunehmen muss erst noch die Dataplex Caching Software von NVELO installiert werden. Dazu muss die Seriennummer der Platte im Internet registriert werden um dadurch den Software Download freizuschalten (es liegt keine Software im Paket). Diese Software sorgt dann intelligent dafür dass die am meisten genutzten Dateien (Active Data) auf die SSD wandern während weniger oft gebrauchte Daten (inactive Data) auf der Festplatte verbleiben. Beworben wird die Nachrüst-SSD mit dem Slogan: “Give your system an Adrenaline rush!“ – und tatsächlich wird das System durch den Einbau der 2,5“ SSD merklich beschleunigt. Wir konnten schon nach dem erforderlichen Neustart nach der Software Installation eine Verkürzung des Boot-Vorgangs feststellen. Richtig schnell wird das System aber erst nach einiger Zeit, denn dann hat der Algorithmus der Dataplex Software unser Verhalten analysiert und dadurch die Datenverteilung optimiert. Das ganze passiert vollautomatisch im Hintergrund, ohne dass nach der initialen Installation erneut die Software aufgerufen werden müsste. Das einzige Mal, das wir wieder von der Dataplex Software gehört haben, war bei einem Systemabsturz, nach dem ein kurzer Prozess angestoßen wird um die Daten zu bereinigen. Zu Datenverlust kam es in keinem unserer Tests.

Adrenaline Performance

Adrenaline Performance

Unsere Windows 7 Installation die seit dem Release des Betriebssystem auf dem Redaktionsrechner läuft, wurde durch den Einbau der Platte und die Dataplex merklich beschleunigt. Sowohl das Booten als auch der Zugriff auf Daten oder sogar der Seitenaufbau im Internet, bei gleicher DSL-Verbindung, wurden merklich beschleunigt. Insgesamt kann man sagen dass mit dem Einbau der Crucial Adrenaline grob zwei Drittel der Performance einer „echten“ SSD erreicht werden. Zusammen mit dem günstigen Preis, die Platte wird im Internet schon für ab 80 Euro angeboten und dem unkomplizierten Nachrüsten definitiv ein Must-Have für jeden. Übrigens gibt Crucial gibt drei Jahre Hersteller Garantie auf die SSD.

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Hody

Gründungsmitglied von Tribe Online, ehemaliger DJ. Mag Groove und Melodie, Hardcore und Female Fronted Metal, mal ein bisschen Rap oder Industrial, Sportspiele und RPGs - bastelt gerne an PCs

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2 Kommentare

  1. vieleicht kann mir ja einer helfen.manchmal ist es nach einen rechner start so,das alle fenster nur in zeitlupe aufgehen.nach einem neustart ist er wieder gewohnt schnell.
    grüsse

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