Xilence XPXQ-850.R4

„Der sagt Willem – ich sag wat“ heisst es in einem Song aus den Achtzigern. Doch auch heute fast 30 Jahre später ist das Thema Watt, wenn auch mit zwei „t“ aktueller denn ja. Heutige PC-Systeme sind stromhungriger denn je und mit SSDs, HDDs, Brennern, Kartenlesern und vor allen modernen High-End Grafikkarten kann ein Netzteil eigentlich nicht stark und effizient genug sein.

Ein Schmuckstück

Japanische Transistoren

Grund genug für ein Review dieses Testmusters von Xilence und das Platinum-zertifizierte 850 Watt-Modell des Spezialisten für Kühlung, Stromversorgung und Geräuschminimierung. Danke für das Testmuster an dieser Stelle.

Die Verarbeitung des uns zur Verfügung gestellten Netzteils XILENCE 850W XQ Series 80+ Active PFC ist exzellent, es wurde mit maschineller Bestückung (SMD-Bestückung – bekannt aus der Mainboardfertigung) gefertigt und mit japanischen Kondensatoren hochwertig verarbeitet. Es gibt dieses Modell übrigens auch noch in 750 und 1000 Watt.

Das erste was einem nach dem Auspacken ins Auge springt, ist die abgeschrägte Seite des Netzteils. Ein ungewöhnlicher Anblick, denn man ist Netzteile in Block Bauweise gewohnt, quadratisch, praktisch, Ihr wisst schon. Die abgeschrägte Seite ist aber kein Spline eines Designers sondern eine bewusste Änderung um den Luftfluss zu optimieren.

Lüfter Nahaufnahme

Sie erfüllt ausserdem noch einen weiteren Zweck, indem sie gewährleistet dass die darüber liegende Grafikkarte besser mit Frischluft versorgt wird.
In dieser Schräge sind ausserdem noch zwei 60-Millimeter-Lüfter verbaut, die die Kühlluft punktgenau dorthin blasen, wo sie benötigt wird. Wer an dieser Stelle aber schon Angst hat, dass dadurch mehr Lautstärke entstehen könnte, der sei mehr als beruhigt. Das geringe Gewicht der rotierenden Teile verhindert die Entstehung von Vibrationen, so dass kein störender Körperschall übertragen werden kann. Ausserdem steuert das Netzteil die Belüftung intelligent.

Erst ab einer Belastung von rund 20-30% helfen die Lüfter beim Wärmeabtransport. Geregelt wird das Ganze durch ein Kühlkonzept welches das Netzteil im Inneren in zwei Kühlbereiche teilt, die durch Temperatursensoren überwacht werden. Steigt die Temperatur in einem der Bereiche über einen gewissen Punkt, beginnt der für die Zone zuständige Lüfter langsam zu rotieren. Man spricht hier auch vom „Semi-fanless“ Betrieb.

Lieferumfang

Unscheinbare LED

Gäbe es die rote Staus-LED hinten am XPXQ-850.R4 nicht, hätten wir fast nicht glauben können dass das Netzteil arbeitet, den in unseren Test war das Netzteil meist flüsterleise und bewegte sich im passiven Modus. Aber auch unter Volllast blieb das Netzteil in unseren Tests angenehm ruhig – Klasse!

Sofort ins Auge spricht auch das besonders flache und direkt mit dem PCB verlötete Frontanschlusspanel, wodurch das Netzteil an Höhe spart. Alle Anschlüsse sind modular gehalten, die Kabelstränge sind strategisch klug zum Mainboard hin ausgerichtet, so dass man beim verkabeln keine unnötigen Wege machen muss und zusätzlich den Airlfow im Inneren des Gehäuses behindert.

Xilence bietet seinen Kunden eine 5-jährige Garantie an (nach Registrierung unter www.xilence.net) und in den ersten zwölf Monaten einen Vor-Ort-Austausch.

Über das besprochene Medium

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Xilence XPXQ-850.R4
(Xilence)
PC Hardware

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Hody

Gründungsmitglied von Tribe Online, ehemaliger DJ. Mag Groove und Melodie, Hardcore und Female Fronted Metal, mal ein bisschen Rap oder Industrial, Sportspiele und RPGs - bastelt gerne an PCs

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5 Kommentare

  1. wo ist jetzt das review/der test??????1111elf

    • Das ist das Review – wir testen wir die Sachen vor allem auf Verwendbarkeit und Praktikablität, wir haben kein prof. Testlabor weil wir priorisiert über Musik berichten und nicht den Anspruch mit Tomshardware zu konkurrieren sondern wollen dem
      Endverbraucher einen ersten Eindruck, Hilfe bei der Kaufentscheidung und Tipps geben.

  2. vielleicht wäre dann der begriff „produktvorstellung“ angebrachter…?

  3. Hi, wie habt ihr denn die 20-30% Last generiert, um herauszufinden wann die Lüfter anfahren? Zudem sind 10% Unterschied doch recht hoch – in diesem Fall 85 W. Mein PC benötigt im Normal-Arbeitsmodus 95-105W. Das ist fast eure Messtoleranz. Was sagt mir da eure Aussage? Zudem wäre ich auch interessiert, wie sich der Wirkungsgrad des Netzteils gerade unter 20% Last verhält – also unter 170W. Die meisten Netzteile fallen unter 20% Last stark in der Effizienz ab. Da nützt mir eine Gold-Zertifizierung eines 850W Netzteils gar nix – da ist u.U. eine Bronce-Zertifizierung eines 500W Netzteiles besser, denn das muss bei 20% (also 100W) Last noch über 82% Wirkungsgrad verfügen … Das 850 W Netzteil ist für mich interessant, wenn ich die 3D Engine meiner Grafikkarte starte – da geht die Leistungsaufnahme sprungartig nach oben. Hier ist wiederum interessant, wie die Spannung sich bei den wechselnden Lasten verhält – bleiben die 12V auch wirklich 12V, oder stürzen sie auf 11,4V ab? … Bitte lasst ein paar mehr Ergebnisse aus euren Tests raus. Matze

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