Battlefield: Hardline (Beta)

Ich war sehr überrascht als Battlefield Hardline angekündigt wurde. Aus dem ganz eindeutigen Grund, dass man sich ein Polizeiszenario für einen Militär-Shooter nicht vorstellen kann. Die aufblühende Hoffnung war es dann aber, dass die Macher von Visceral-Games aus BF:Hardline ein neues Spiel machen und den Namen Battlefield nur als Sprungbrett benutzen. Leider lässt sich mit der Beta darüber noch keine Meinung bilden, denn hier sind nur zwei Spielmodi des Multiplayers zu sehen, der aber von DICE, also den originalen Spiel-Erfindern, mitentwickelt wurde. Und das merkt man auch wirklich.

Battlefield: Hardline spielt sich wie eine große Polizeimod für Battlefield 4. Das Waffenhandling ist sehr ähnlich und der Spielaufbau sowieso. Die beiden antestbaren Gamemodi haben große Ähnlichkeiten zu Modi aus dem Stammspiel. Der Modus Blood Money zum Beispiel ist eine Art Capture-the-Flag, wobei die Flagge aber wieder „zurückeroberbar“ ist. De Facto ist der Inhalt dieses Spielmodus, dass das Räuberteam Geld von der Map-Mitte zu seinem Tresor als „Beute“ bringen muss, während das Polizeiteam versucht, die Beweise zu sichern und diese dann wiederum zu ihrem Tresor zu bringen. Beiden Teams ist es aber möglich, das Geld aus dem gegnerischen Tresor wieder zu rauben. Gewonnen hat entweder das Team, das nach Ende der Zeitfrist am meisten Geld hat, oder das Team, das zuerst 5 Millionen Dollar in seinem Tresor hat.

Ich muss sagen, dass mir Blood Money gut gefällt! Ich finde es persönlich einen sehr interessanten Aspekt, dass man die vermeintlich verlorene Beute noch aus dem Tresor des Feindes retten kann und somit das Spiel sehr schnell herumreißen kann. Es ist auch ein interessanter, taktischer Aspekt möglich, zum Beispiel kann man als Zweierteam zum feindlichen Tresor vorstoßen, und der eine besorgt/sichert das Fluchtfahrzeug und der andere beraubt den Tresor und man rast mit dem Fahrzeug zurück zum eigenen Tresor – eben wie Bankräuber. Apropos Fahrzeuge: was hier besonders auffällt ist der verdammt gute Klang eben dieser. Die Motoren klingen sehr potent und realistisch, wirklich eine Befriedigung für die Ohren.

Der Modus Heist ist an den Spielmodus Rush aus BF3/4 angelehnt. Auf der Karte gibt es zwei Geldtransporter, die die Räuber aufsprengen müssen. Die Polizei muss das natürlich verhindern. Wenn die Transporter aufgesprengt sind, müssen sich die Räuber die darin enthaltene Geldtasche rauben und zu ihrer Basis bringen. Das muss dann die Polizei wieder verhindern. Genau wie bei Rush haben die Räuber eine begrenzte Anzahl an Respawns. Und die Polizei hat unendliche Respawn-Tickets. Wirklich schade – und auch unlogisch: die Polizei hat keine Möglichkeit die Geldtaschen zu sichern, also an einen anderen Ort zu bringen oder ähnliches. Das zerstört das Prinzip ein bisschen.

Nun wollen wir noch ein Wort über die Klassen verlieren. Die Klassen sind der Operator, der Mechanic, der Enforcer und der Professional. Die Klassen klingen zwar echt cool, sind aber nichts anderes als die Klassen aus den Vorgängerspielen – sie sollen nur weniger militärisch klingen.

Die Ausrüstung der Soldaten – ‚tschuldigung – der Räuber bzw. Polizisten ist wie folgt: Man verfügt über eine Hauptwaffe (je nach Klasse unterschiedlich) eine Zweitwaffe, also eine Pistole, eine Nahkampfwaffe, zwei Gadgets und eine Granate. Während den Kämpfen gewinnt man Geld, das man dann für seine Ausrüstung ausgeben muss. Bei den Räubern ein durchaus wahrscheinliches Szenario, aber warum bei den Polizisten? Das hätte man besser klären können. Momentan gibt es noch relativ wenige Waffen (drei pro Klasse), aber es gibt schon diverse Gadgets, z.B. der Wurfhaken und die Zipline-Armbrust, die man verwenden kann, um sonst unüberwindbare Hindernisse zu überwinden. Zum Beispiel eine Brücke oder eine Häuserschlucht.

Zur technischen Umsetzung kann man noch nicht wirklich viel sagen. Das Spiel ist momentan definitiv noch im Beta-Status, Netcodeprobleme und massive Lags/Steuerungsprobleme sind vorhanden, aber auch kein Problem, da es, wie gesagt, im Beta-Status ist.

Dennoch sind mir ein, zwei negative Sachen aufgefallen, die mir persönlich nicht sehr gut gefallen. Zum Beispiel, dass man bei den Waffen die einzelnen Schüsse als leuchtende Linien sieht. Das ist unrealistisch (außer es ist Leuchtspurmunition) und stört einfach nur. Das ist mir auch in BF4 schon negativ aufgefallen.

Zusammenfassend kann man zu Battlefield: Hardline leider nicht mehr sagen als: Setzen 6! Klausur wiederholen!
Dieses „Polizeispiel“ ist eine riesige Schlacht! Wo findet man denn bitte Polizisten die mit RAKETENWERFERN rumlaufen? Mir fällt da im Moment nichts ein. Die Menge an Munition, die in so einer Mission verballert wird, muss sich wirklich nicht schämen vor der Menge, die in einem Match in BF3/4 draufgeht. Und das ist wirklich, wirklich schade.

Man muss aber sagen, dass das nur eine Beta ist und sich das fertige Spiel vielleicht noch retten kann. Ich bin gespannt.

Über das besprochene Medium

Battlefield Hardline Beta - Tribe Online Magazin
Battlefield: Hardline (Beta)
(Visceral Games, DICE / EA Games)
für PC
Preis ca. 70 €

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