Dragon Ball – Xenoverse 2

Die vor kurzem erschienene Fortsetzung von Xenoverse Teil 1 lässt den Spieler wieder mittels Schriftrollen durch die Zeit reisen um die Integrität der Zeitlinie zu bewahren und zu verhindern, dass finstere Mächte die Geschichte verändern. Das alles ist auch gut und glaubwürdig aufbereitet und ist wie schon im ersten Teil eine erfrischende Neuerung. Das ist auch gut so, denn zum 15. Mal die gesamte Geschichte von Dragon Ball durchzuspielen, wäre doch etwas langweilig. Ebenfalls angenehm ist es, den eigenen Charakter basteln zu können und diesen, dem persönlichen Geschmack entsprechend, anzupassen. Mit den QQ Items kann man sogar Outfits seinem Kampfstil entsprechend anpassen, was eine weitere nette Idee der Entwickler darstellt und man merkt, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat.

Um ein paar weitere gute Aspekte des Spiels aufzugreifen:
(+) Jede der wählbaren Rassen hat ihre eigene Transformation, in die man sich bei Erreichen einer gewissen Ki-Stufe verwandelt.
(+) Das Kämpfen mit den einzelnen Charakteren funktioniert unglaublich geschmeidig und macht richtig Spaß. Egal ob man eine mächtige Kombo ausführt (die zum Teil echt knifflig sind) oder eine der erlernten Strahlenattacken auslöst, alles sieht ausnahmslos gut aus.
(+) Die Stadt, in der man sich frei bewegen kann und ab einem gewissen Fortschritt auch fliegen kann ist nochmals größer als im Vorgänger.
(+) Zahlreiche Nebenquests sind vorhanden, die das Spiel auch über die Hauptstory hinaus interessant und lebendig machen.
(+) Das System der Ausbilder und Mentoren ist sehr gelungen. Die Attacken der beliebten Charaktere sind Schritt für Schritt erlernbar, so dass man seine Figur den eigenen Vorlieben entsprechend mit Fähigkeiten ausstatten kann.

Trotz der vielen und auch wirklich sinnvollen Verbesserungen im Spiel gibt es doch ein paar Wehrmutstropfen:

(-) Die Ladezeiten sind für ein PS4 Spiel wirklich unterirdisch. Wenn man das Haus von Majin Boo besucht, muss der Innenraum erst laden. Bei wiederholtem Füttern des Nimmersatten, damit dieser eine größere Familie bekommt, lässt dies doch ein bisschen Frust aufkommen.
(-) Der Soundtrack während der Kämpfe ist zwar großartig, doch in der Stadt läuft das ewig gleiche Gedudel, das ebenso gut von einer Grundschulband stammen könnte.
(-) Wieso gibt es keine SSJ4 Stufe? Kommt die erst im nächsten Spiel? So wie dieses mal SSJ3 implementiert wurde?
(-) Realismus … ein Fremdwort für die Umgebung auf den einzelnen Kampfschauplätzen. Werden in der Serie noch ganze Welten vernichtet, scheinen bei Xenoverse 2 die Planeten über bisher nicht bekannte Selbstheilungskräfte zu verfügen.
(-) Keine Strahlenduelle, die noch in Budokai 3 immer zu wilden Fingerduellen am Controller geführt haben.
(-) Dass der Sound bei einigen Missionen direkt aus dem Controller kommt ist doch ein wenig seltsam.

Auch wenn das nach vielen Kritikpunkten aussehen mag, hat das Spiel doch eine erfrischende Note, und das worauf es wirklich ankommt sind im Endeffekt doch immer noch die Kämpfe. Egal ob bei PvP- Duellen oder im Storymodus, die Kämpfe sind hervorragend in Szene gesetzt. Schlussendlich ist es doch genau das, was man von einem Spiel wie Xenoverse 2 erwartet, sich auf hohem Niveau die Attacken um die Ohren zu hauen und dabei ein optisches Feuerwerk auf dem Bildschirm abzufackeln. Für Fans der Serie eine klare Kaufempfehlung, für alle anderen, die sich gern mit Freunden duellieren und dabei etwas mehr als die aus Tekken bekannten Techniken anwenden wollen, sondern auch mal gerne ein paar Kamehameha auf ihren Gegner loslassen würden lohnt sich ein Blick auf alle Fälle. Als Bewertung würde ich den fünf Sterne Dragon Ball vergeben (auf einer Skala bis sieben), da es doch noch einige Sachen gibt, die verbessert oder überarbeitet werden müssen. Vielleicht sehen wir das ja dann in Xenoverse Teil 3.

PS: Hoffentlich dann auch mit dem SSJ4

Über das besprochene Medium

dragon-ball-xenoverse-2
Dragon Ball Xenoverse 2
(Bandei)
für Playstation 4
Preis ca. 59,00€ €

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