Greedfall

Französische Software-Studios entzücken derzeit mit tollen Spielen, wie unser Test von A Plage Tale Innocence zeigte. Von selben Entwickler Focus Home Interactive kommt Greedfall.

Greedfall ist so eine Art Action-Rollenspiel und beginnt auch ganz klassisch wie eines. Das Aussehen des Helden darf angepasst, eine Art Klasse gewählt und ein Skillpunkt vergeben werden.

Das Ganze wird nett von einer Story umrahmt, denn ein Maler porträtiert unseren Protagonisten gerade.

Dann geht es hinaus, in eine Fantasy-Welt, die im 17. Jahrhundert angesiedelt ist. Die warmen Farben und Brauntöne, das Setting erinnert alles ein bisschen an eine Steampunk-Fantasie.

Greedfall ist aber mehr, den schon bei der Klassen- und Skillauswahl ist zu ersehen, dass es neben Nahkampf und Schusswaffen auch Magie gibt – also alles, was ein gutes Rollenspiel braucht.

Auch die Story macht neugierig, denn unser Held wurde aufgesucht, um ein fernes Land zu besuchen, in dem man die Heilung für eine Art Pest – die Malichor-Krankheit – vermutet.

Doch schon in der Start Stadt, Serene, gibt es viel zu entdecken. Der Spieler kann dort schon einige Stunden mit den ersten Nebenquests verbringen, die Spielmechanik erlernen und die ersten Skillpunkte verdienen, bevor das Boot nach Tier Fradee bestiegen wird.

Auch gibt es in Serene schon die ersten Begleiter mit verschieden Stärken und Schwächen, und auch die ersten Entscheidungen sind schon zu treffen.

Diese wirken sich dann aber ggf. auch wieder auf unsere Compagnons aus, denn ähnlich wie zum Beispiel damals in Baldurs Gate haben diese ihre eigenen Moral-Vorstellungen und ziehen Konsequenzen aus unseren Handlungen.

Im Laufe des Spiels wird dies dann noch weiter geführt, denn wie in Serene, gibt es auch in der „neuen Welt“ verschiedene Fraktionen.

Dem Spieler bleibt dann jeweils offen, ob er Aufgaben mit Diplomatie, List oder Kampf löst. Jede Möglichkeit hat dabei ihren eigenen Charme. Für Diplomatie ist ein hoher Überredungswert nötig, während der Kampf viele Möglichkeiten bietet.

Neben klassischen Attacken mit Nahkampf oder Fernwaffen können mittels Magie zum Beispiel Gegner eingefroren werden und so aktiv Crowd-Control betrieben werden.

Für List sind oft Gegenstände oder Rezepte nötig, die man über den Wissenschaftsskill freischalten kann. Ebenso ist es möglich zum Beispiel die spezifische Kleidung einer Fraktion zu tragen, um sich so Zugang zu einem sonst verschlossenen Ort zu verschaffen.

Greedfall ist komplex und hat viel zu bieten, grafisch sehr ansprechend, wenn auch kein AAA-Titel. Die Mimik der Charaktere wirkt teilweise etwas steif.

Sieht man darüber hinweg, hat Greedfall alles was man braucht: Skills, Crafting, Entscheidungen, Begleiter, eine tolle Geschichte und eine Menge unbekannter Kreaturen, die es zu besiegen gilt.

Über das besprochene Medium

Greedfall
(Focus Interactive / Koch Media)
für Xbox One

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Hody

Gründungsmitglied von Tribe Online, ehemaliger DJ. Mag Groove und Melodie, Hardcore und Female Fronted Metal, mal ein bisschen Rap oder Industrial, Sportspiele und RPGs - bastelt gerne an PCs

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