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Julius Chancer – Die Regenbogenorchidee 01 – Die Wette

Die Abenteuer von Julius Chancer - Die Regenbogenorchidee 01 - Die Wette - Tribe Online MagazinLondon in den 1920er-Jahren. Zum fünften Mal wird die “Wembley Botanical Exhibition” stattfinden, in deren Rahmen ein Orchideen-Wettbewerb ausgetragen wird. Im Jahr zuvor hatte diesen Wettbewerb der reiche Sir Reginald Lawrence gewonnen. Da der dubiose Geschäftsmann Urkaz Grope seine Teilnahme mit einer äußerst seltenen, schwarzen “Black Pearl”-Orchidee angekündigt hat, dürfte es für den Vorjahressieger diesmal allerdings schwer werden.
Das wäre nicht weiter schlimm, hätte sich Lawrence (in angetrunkenem Zustand) von Grope nicht zu einer überaus dummen Wette hinreißen lassen. Gewinnt Sir Reginald Lawrence nicht den Wettbewerb, verliert er nämlich praktisch den gesamten Familienbesitz, inklusive der Ländereien und dem “Earl”-Adelstitel, an Grope.

Hier kommt nun der Geschichtsforscher Sir Alfred Catesby-Grey ins Spiel. Ihn bittet Lawrence, die sagenhafte Regenbogenorchidee ausfindig zu machen, denn mit dieser wäre der Wettbewerb gewiss gewonnen. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob die Sage über das Gewächs mit der Realität überhaupt etwas gemein hat. Theophrast, Botaniker in der Antike, erwähnte in seinem Notizbuch, dass er sie vom Feldzug von Alexander den Großen bekommen hätte. Aber ob an dieser Geschichte etwas dran ist?!…

Der Assistent des Geschichtsforschers, Julius Chancer, ist von der Existenz der besonderen Pflanze jedenfalls nahezu überzeugt und möchte außerdem unbedingt helfen. Nur kurze Zeit später macht er sich deshalb auf den weiten und abenteuerlichen Weg Richtung Asien, zusammen mit Hollywood-Schauspielerin Lily (Tochter von Sir Lawrence) und ihrem amerikanischen Manager. Das Unternehmen ist natürlich keine Spazierfahrt, zumal es Grope und dessen bissige Assistentin Evelyn Crow, mit Schlägertrupp im Gefolge, mit allen Mitteln zu sabotieren versucht.

Die Abenteuer von Julius Chancer - Die Regenbogenorchidee 01 - Die Wette - Vorschau Seite 18 - Tribe Online Magazin

© für die deutsche Ausgabe: Eckart Schott Verlag 2013

Die Abenteuer von Julius Chancer - Die Regenbogenorchidee 01 - Die Wette - Vorschau Seite 17 - Tribe Online Magazin

© für die deutsche Ausgabe: Eckart Schott Verlag 2013

Der Engländer Garen Ewing hat 2009 (im englischsprachigen Original; bei uns startet die Reihe 2013) mit Julius Chancer eine Comic-Serie in der Art von frankobelgischen Klassikern wie Hergés Tim und Struppi oder auch Blake und Mortimer begonnen. Zunächst ist natürlich der Zeichenstil (Ligne Claire) derselbe. Darüber hat Julius Chancer mit Tim in sofern einiges gemein, da auch er trotz eines “normalen Berufs” sich gerne als Abenteurer in der Weltgeschichte herumtreibt.
Besonders positiv zu erwähnen ist, dass auch Ewing seinen Helden ohne Waffe auskommen lassen möchte. Der Protagonist soll auf kreativere Art und Weise den Gefahren entkommen, so seine Idee. Das hat auch zur Folge, dass Julius Chancer eine Serie für Jung und Alt ist – “All-Ages”, da spannend aber ohne extreme Gewalt o.ä.
Schön ist zudem auch, dass auf den ersten Seiten eine hilfreiche Übersicht über alle vorkommenden Charaktere zu finden ist.

Die Regenbogenorchidee ist Chancers erstes Abenteuer, das nach diesem ersten Band „Die Wette“ und zwei weiteren Bänden vollständig sein wird. Danach möchte Ewing weitere Chancer-Abenteuer angehen. Verglichen mit Tim und Struppi sind die Charaktere nicht ganz so liebenswert/kautzig wie Schulze und Schultze, Struppi oder Kapitän Haddock. Dennoch: wer spannende Comics nach diesem Vorbild mag, wird auch an Julius Chancer seine Freude haben.

Wer sich übrigens auf der Webseite zum Comic kostenlos in der “Adventurers’ Society” registriert, kann dort zwei Prequels “The Girdle of Polly Hipple” und “The Sword of Truth” (beides in englischer Sprache und s/w) lesen.

Uns lag für die Besprechung die elektronische Version des Buches vor.Viele weitere Comic-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

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Über den Autor des Beitrags

Gerald

Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.

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