Billy Talent – Afraid of Heights – Sick Arena

Hallo I Bims 1 nicer Konzertbericht.
Gestern spielten Billy Talent mit „Vanholzen“ als Vorband eines der bisher besten Events in der mittlerweile in „Sick-Arena“ umbenannten Messehalle in Freiburg. Zwar fehlt dem Namen der Messehalle so ein bisschen der Schwarzwald-Flair, aber gut, wir waren ja nicht wegen dem Namen der Halle dort. „Vanholzen“, deren Debüt Album „ Anomalie“ Platz 48 in den deutschen Albumcharts belegte, sind eine recht junge Gruppe, die aber bereits seit 2010 unter dem Namen „Rockfish“ zusammen Musik macht.

Auch wenn es bereits zu diesem Zeitpunkt sehr warm in der Sick-Arena war, trifft einheizen oder heiß machen für „Billy Talent“ nicht so ganz das, was die drei Ulmer Musiker auf der Bühne abgeliefert haben. Den soliden deutschen Texten fehlte es etwas an Pep, was auch dem, zu diesem Zeitpunkt eher zurückhaltenden Publikum anzusehen war. Nichtsdestotrotz war der Auftritt von „Vanholzen“ gelungen.

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Doch nun zum Hauptact!
Kaum hatten „Billy Talent“ die Bühne betreten war die Stimmung auf einmal da. Es gab kaum ein halten, als die Band um Frontmann „Benjamin Kowalewicz“ die Bühne stürmten und direkt mit ihrem ersten Song „Devil in a Midnight Mass“ loslegten.
Kein Wunder, wenn man bedenkt ,dass die Band doch tatsächlich vor 10 Jahren das Letzte mal in Freiburg aufgetreten sind. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, zu dieser Zeit war gerade das zweite Album der Band mit dem eingängigen Namen „Billy Talent II“ erschienen.
Wer jetzt in Sorge ist, dass die Band weitere 10 Jahre braucht um wieder nach Freiburg zu kommen, der sei an dieser Stelle beruhigt.
„Kowalewicz“ versprach vor ca. 3 – 4 tausend Fans, dass der nächste Auftritt in Freiburg deutlich schneller kommen wird und wir doch dann bitte alle wieder da sein sollen. Denn das Freiburger Publikum sei, wie er so schön formulierte „Fucking crazy“.

Hatte ich schon erwähnt, dass es ganz schön warm war in der Sick-Arena? Tja, ich glaube das muss ich revidieren. Nach den ersten paar Songs (Die Setlist befindet sich am Ende des Artikels) war es unerträglich heiß in der Halle, was nicht nur das Publikum zu spüren bekam, sondern auch der wie wild auf der Bühne rumspringende „Benjamin Kowalewicz“. Dessen rotes Hemd war nach kürzester Zeit, genau wie die seiner Bandkollegen, in Nullkommanichts komplett durchnässt.

Nach einem angenehmen Mix aus Altbekanntem und Neuem wird es dann bei Song Nummer 10 emotional. Die Rede ist von „Nothing to Lose“, das an diesem Abend dem Linkin Park Sänger „Chester Bennington“ gewidmet ist. Im Vorfeld sind „Kowalewicz“, aber auch „Ian D’Sa“ und die andern Bandmitglieder sichtlich bewegt. „Suizid ist niemals eine Lösung“ und „Es ist wichtig, dass wir miteinander reden, wenn es uns schlecht geht und wir füreinander da sind“ sagt er zum Publikum. „Es sei tragisch was passiert sei und Ihre Gedanken seinen bei Linkin Park und deren Familien.“
Als die Band dann mit „Nothing to Lose“ loslegt, werden Feuerzeuge und Handys gleichermaßen gezückt, um Chester Bennington die letzte Ehre zu erweisen. Erst in diesem Moment wird einem so wirklich bewusst, wie viele Fans im Linkin Park T-Shirt erschienen sind, um ihnen Tribut zu zollen.

Kurz nach diesem bewegenden Moment folgt mit der gleichnamigen Single des neuen Albums „Afraid of Heights“ eines der besten neuen Lieder, für das sogar extra eine „Bühne auf der Bühne“ aufgebaut wurde. Song Nummer 17 und 18 sind dann nochmal richtige Klassiker. Mit „Devil on my Shoulder“ und „Red Flag“ wird der Konzertabend geschlossen, natürlich vor der Zugabe. Für diese lassen sich die Jungs auch nicht lange bitten und stürmen mit „Fallen Leaves“ erneut die Bühne.

Das tatsächlich letzte Stück ist dann mit „Viking Death March“ irgendwie sehr passend gewählt, denn die Fans, die vollkommen verschwitzt aus der Halle treten, haben schon durchaus den Flair von Wikingern.

Am Schluss vielleicht noch ein Tipp Off Topic. Das Messegelände hat zwei Ausfahrten, was uns auch nicht wirklich bewusst war und wir durch Zufall erfahren haben. Hier war jedoch kaum ein Auto, im Gegensatz zur „Hauptausfahrt“ die vollkommen verstopft war.

Text: Stefan Schwörer / Foto: Adrian Sailer

Setlist:
1. Devil in a Midnight Mass
2. This Suffering
3. Big Red Gun
4. Line & Sinker
5. The Ex
6. Ghost Ship of Cannibals Rats
7. Rusted from the Rain
8. Pins and Needles
9. Surrender
10. Nothing to Lose (Dedicated to Chester Bennington)
11. River Below
12. Saint Veronika
13. The Crutch
14. Surprise Surprise
15. Afraid of Heights
16. Louder Than the DJ
17. Devil on My Shoulder
18. Red Flag

Zugabe:
19. Fallen Leaves
20. Try Honest
21. Viking Death March

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Bericht. Dem gibt es nichts hinzu zufügen.
    Schicke Bilder

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