Äl Jawala
17.07.2014 ZMF, Freiburg

Donnerstag, der 17. Juli .2014. Der zweite Abend des diesjährigen, 32. Zelt-Musik-Festivals. Und bisher gab es immerhin 100% Sommerwetter – man glaubt es kaum.
Während Chris De Burgh in Emmendingen, John Grant in Lörrach und Canned Heat (anstatt dem abgesagten Jeff Beck) im großen Zirkuszelt nebenan ihr Publikum beschallten, war ich mir sicher, die beste Wahl für diesen Abend getroffen zu haben. Für das Spiegelzelt hatte sich mit der fünfköpfigen Band Äl Jawala nämlich eine wahre, lokale Größe angekündigt.

Schon als die Band vom Eingang her ihren mit Trommeln begleiteten Einmarsch zur Bühne hielt, hatte das gut gefüllte Spiegelzelt mit dem kühlen Keller-Proberaum der Band wohl ziemlich wenig gemein. Und trotzdem legte die Band immer wieder eine Schippe nach, so dass der Abend zunehmend schweißtreibender wurde.

Setlist

Die Setlist des Abends

Krischan Lukanow und Steffi Schimmer sorgten mit ihrem gemeinsamen Saxophon-Spiel für den typischen Balkan-Sound, während die anderen drei (Daniel Verdier an Bass und Gitarre, Markus Schumacher mit der Percussion und Synthesizern und Daniel Pellegrini hauptsächlich an den Drums) gemeinsam den Rhythmus bildeten, den wohl keine Hüfte ungeschwungen ließ.
Hier und da gab es Sondereinlagen, Mitmach-Aufforderungen oder Instrumententausch zwischen den Percussionisten. Schließlich begeisterte Daniel Pellegrini noch mit zwei ebenfalls rhythmischen Didgeridoo-Zwischenspielen.

In den beiden Zugaben durfte das ZMF-Publikum schon einmal in das kommende Jawala-Album hineinschnuppern, als “die Wandernden” mit der “Balkan Uschi” eine kleine Kosteprobe aus ihrer aktuellen Studio-Arbeit präsentierten. Etwas vor dem Ende zog der Band-Tross noch einmal durch das Publikum, platzierte sich schließlich genau in der Mitte und feierte mit der hüpfenden Menge dann so richtig ab.

Nach knapp zwei Stunden Spielzeit voller treibender Musik und guter Unterhaltung entließen die fünf ihr Freiburger Heim-Publikum in die warme Sommernacht.

Fazit: sympathische Band (hin und wieder auch auf der KaJo als Straßenmusiker anzutreffen), bewegende Mucke und ein tolles, bunt gemischtes Publikum. Das Wetter hat auch für den Festival-Besuch vor und nach dem Auftritt wunderbar mitgespielt. Freiburger, was brauchsch mehr?!

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Gerald

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Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.

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Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.[BR] Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.
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