Konzertbericht/Fotos – Unantastbar – LKA Stuttgart | 24.11.2018

Mit dem Auto ging es ins Schwabenland. Unantastbar machte mit ihrer Tour und dem aktuellen Album „Leben-Lieben-Leiden“ Halt im LKA-Longhorn in Stuttgart. Die renommierte Konzert-Location war an diesem Abend restlos ausverkauft, so dass die Vorfreude auf den Abend schon ein paar Stunden vor dem Konzert sehr groß war. Schon lange vor dem Einlass standen die Leute Schlange vor der Tür, und als die Pforten endlich geöffnet wurden, hat man sich doch irgendwann gefragt: Passen die Leute wirklich alle rein?!

Sie passten hinein und sorgten schon bei der Vorband „Formlos“ für eine gute Stimmung. Die fünf Jungs aus dem Harz rockten 30 Minuten lang die Bühne und sorgten für ordentlich Bewegung in der Menge. Danach hieß es nochmal durchatmen. Wer sich während der Umbaupause durch die Menge kämpfen konnte, versorgte sich noch mit einem Bier und sortierte seine Knochen neu.

Das Intro erklang, die ersten Rauchschwaden vernebelten die Bühne. Es vergingen wenigen Minuten bis die fünf Südtiroler die Bühne stürmten. Diese Minuten müssen den Fans wie Stunden vorgekommen sein, denn als die Band endlich die ersten Klänge des Songs „Nur noch diese Lieder“ spielte, gab es kein Halten mehr in der Menge. Die Temperatur der Halle war in Sekundenschnelle auf dem Siedepunkt angekommen und kühlte auch erst wieder ab, als das Konzert beendet war. Von Beginn an, zeigte sich das Publikum textsicher und lautstark. Es wurde gepogt und einige dürften mit dem einen oder anderen blauen Flecken als Andenken an diesen grandiosen Abend nach Hause gegangen sein.

Leider erwischte es beim Pogen einen Fan ziemlich heftig. Dies blieb von der Band nicht unerkannt, und so wurde kurz innegehalten, um den Verletzten zu versorgen. Joggl, Tom, Heiss, Spitzi und Schkal schwappte eine Welle der Begeisterung den gesamten Abend entgegen, und man merkt: Es ist kein „Pflichtprogramm“ für die Jungs, sondern sie haben Spaß, sehr viel Spaß, um genau zu sein.

Ein Durchkommen für die Fans, die sich vielleicht noch ein Bier holen möchten oder vielleicht für kleine Jungs/Mädels müssen, ist kaum mehr möglich, bis in das hinterste Eck des LKA wird gehüpft, gesprungen und einfach nur ausgelassen gefeiert. Die Lichtshow und das große Backdrop ergeben zusammen mit der Band, die immer wieder den Kontakt zum Publikum sucht, ein perfektes Bild. Zurecht ist das LKA Longhorn an diesem Abend mit 1500 Besuchern ausverkauft. In dem Song „Kämpft mit uns“, der ebenfalls gespielt wurde, heißt es „Zieht mit uns auf’s Schlachtfeld der Klänge. Wir wollen, dass ihr die Ruhe hier zerstört.“ — noch Fragen?!

Wünsche dürften auch bei keinem der Besucher aufgekommen sein, was die Setlist betraf. Das Hauptaugenmerk lag auf den letzten beiden Alben, aber auch ältere Songs wie „Hoch das Glas“ wurden gespielt und an diesem Abend Thilo vom Merch gewidmet. Dieser hatte „Geburtstag“.

Bei Songs wie „Ihr könnt mich alle mal“, „Gegen den Strom“ oder aber  „Ich gehöre mir“ nimmt die Band kein Blatt vor den Mund. Ein unglaubliches Bild gab es beim Song „Unsere Waffen“. Das Publikum wurde aufgefordert sich in eine hockende Position zu begeben und beim Refrain zu hüpfen was das Zeug hält. Und genau das tat das Publikum. Aber nicht nur die rockigen Songs sorgten für Gänsehautmomente. Ein Lichtermeer, dass seinesgleichen sucht, erstrahlt das LKA Longhorn bei ruhigen und emotionalen Songs wie „Bis die Lichter verglühn“ oder aber bei der Zugabe „Fackeln im Sturm“. Was muss das für ein Anblick für die Band gewesen sein.

Die Fans, die sich noch vor ein paar Minuten die Seele aus dem Hals geschrien haben, werden ruhig und singen auch diese Textzeilen, sicher aber auch mit ganz viel Gefühl mit. Gänsehautmomente, die man nicht vergisst.  Sah man in die Gesichter der Band, konnte man sehen, dass auch sie wohl manchmal nicht ganz glauben konnten, was an diesem Abend in dieser ehrwürdigen Halle los war.

Nach gut zwei Stunden war dieser einzige große Abriss vorbei, und die Jungs verneigten sich vor ihren Fans. Man sah auf beiden Seiten nur strahlende Gesichter.

Bericht: Jasmin Seidel | Fotos: Adrian Sailer

 

Über den Autor des Beitrags

Jasmin

Steht eher auf die harten Jungs… Rock, Deutschrock, Neue Deutsche Härte oder Heavy Metal… es darf laut sein! Manchmal wagt sie auch Experimente und besucht ein Rap- oder Schlagerkonzert, danach wird dann entschieden, ob es eine Wiederholung gibt.
Ihre Freizeit verbringt sie auch gerne mal in verlassenen Fabriken oder Villen, um mit der Kamera den Verfall zu dokumentieren. Entspannt wird danach mit einem guten Buch zuhause.

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