Festivalbericht: Alpen Flair 21.06-25.06.2017

„In Natz regnets nie“… Dieses Jahr ein fast zutreffender Slogan. Aber was wäre denn das Alpen Flair ohne etwas Wasser dass vom Himmel fällt und zwischendurch über 30°. Aber gerade das macht dieses Festival doch aus. Ob Sonne oder Regen, die Stimmung ist immer Bombe. Hierfür sorgten dieses Jahr wieder Knaller wie Anthrax, D-A-D, Sepultura, Hardcore Superstar, Subway to Sally und Hämatom. Auch die Lokalmatadoren von Unantastbar durften nicht fehlen. Der Auftritt von Frei.Wild ist mittlerweile ja schon obligatorisch. Eine starke Mischung für ein starkes Festival.

Da dies nun mittlerweile der vierte Bericht vom Alpen Flair von Uns ist, kann man es sich sparen, lange auf das ganze Drumherum einzugehen. Kurz gesagt: Super Festival auf dem ehemaligen Natogelände inmitten der Natzer Apfelplantagen umrahmt von den Bergen Südtirols. Eine wohl einmalig traumhafte Lotion für ein Festival.

Auch dieses Jahr reisten wir natürlich wieder zum Camping an. Wie sonst soll man sich denn auch einen würdigen Einblick verschaffen können. Hotel kann ja jeder! Auf dem Campingplatz tobt das wahre Vergnügen. Hier gab es zum Vorjahr nur wenige Veränderungen. So gab es in diesem Jahr erstmals das „Flair Camping Areal“ sowie eine Paintballarea auf dem Gelände. Leider fehlten die Duschcontainer beim Campingplatz Z12, welche letztes Jahr so herrlich warmes Wasser ausspuckten. Auch die Duschen auf dem Areal blieben dieses Jahr leider ständig kalt. Das haben wir schon etwas anders erlebt. Aber man weiß ja bereits aus den Vorjahren was einen erwartet und stellt sich auf die örtlichen Gegebenheiten ein. Und eine kalte Dusche am Morgen kann nach einer langen Nacht durchaus hilfreich sein um Körper und Geist zu beleben. Ansonsten blieb alles auf dem gewohnt hohen Standard. Weiter so!

Auch auf dem Konzertgelände selbst gab es nur wenig Veränderungen. Die wohl auffallendste Neuerung war das Festzelt, welches vor den „Alpenhöhlen“ aufgebaut wurde. Dieses bot nicht nur den vielen Feierwütigen spät abends ein neues Zuhause, es bot auch einer Vielzahl von Besuchern während der Konzerte ein Dach über dem Kopf.

Weitere Neuerungen gab es auch am Mittwoch beim Natzer Dorffest zu vermelden. Hier wurde dieses Jahr auf das „Bonsystem“ verzichtete, sodass man an jedem Stand einfach direkt bezahlen konnte. Dies erleichterte die Sache doch deutlich. Auch hier hatte man dieses Jahr den Eindruck, dass die Stimmung deutlich ausgelassener war als im Vorjahr. Gutes Essen, gutes Bier und gute Stimmung beschrieben das diesjährige Dorffest doch sehr treffend.

Durch Marc Pircher wurde das Festival am Donnerstag gegen 16 Uhr bei strahlendem Sonnenschein eröffnet. Dieser heizte dem, doch leider noch etwas spärlichen Publikum schon mal mächtig ein und bereitete den Weg für Hannah, welche nach ihm die Bühne betrat und die Stimmung weiter anfeuerte. Voxxclub durften ihren folgenden Auftritt vor einer steigen Zuschauerzahl absolvieren. Dies puschte die Stimmung natürlich nochmals und bereitete den Weg für die Bands, welche durch eine Vielzahl des Publikums wohl sehnlichst erwartet wurde. Deutschrock war angesagt: Kärbholz, Hämatom und Unantastbar standen weiter auf dem Programm. Alle drei Bands brannten ein wahres Feuerwerk ab und heizten dem gefüllten Festivalgelände mächtig ein. Wobei vor allem Unantastbar dass mit dem Feuerwerk wörtlich nahmen und mit Feuer und Pyro die ersten Reihen anwärmten.

Am Freitag ging es dieses Jahr durch aus etwas rockiger zu. Stand dieser doch die letzten Jahre meist im Zeichen eher volkstümlicher Musik. Dieses Jahr eröffneten Combichrist gefolgt von den Troglauern und den „Altmeistern“ von Truck Stop. Etwas mittelalterlich ging es bei Subway to Sally vor bevor D-A-D die Menge nochmals für den Headliner des Abend anheizten. Anthrax brachten das Gelände nochmals richtig zum beben und lieferten eine überwältigende Show ab. Den etwas kleineren Abschluss des Tages gab Tim Toupet in der Alpenhöhle zum Besten und feierte mit jenen, die noch nicht genug hatten.

Der Samstag begann mit den Nitrogods schon sehr wild und mit viel Stimmung. Die folgenden Bad Omens enttäuschten leider durch ihre Leistung etwas und beendeten scheinbar frühzeitig ihr Programm. Hardcore Superstar bildeten nach einer verlängerten Pause den Anschluss und gaben wirklich mächtig Gas, was das Publikum sichtlich mitriss. Die folgenden Schürzenjäger schlossen sich mit einer sichtlich gefallenden Show an, bevor das Urgestein Sepultura nochmals alles gab und die Menge auf das Highlight des Festivals vorzubereiten: Frei.Wild

Wie immer bildeten die vier Südtiroler den Abschuss des Festivals und gaben zwei Stunden eine Show der Extraklasse. Das ganze wurde mit einem Feuerwerk, bei dem so manche amerikanische Kleinstadt am Unabhängigkeitstag neidisch werden würde, gekrönt. Ein wahrlich würdiger Abschluss eines wieder sehr gelungenen Festivals.

Zwar hatte der Himmel am Samstagabend mal wieder seine Pforten geöffnet. Aber was wäre das Alpen Flair ohne etwas Regen. Der Stimmung tat dies jedenfalls keinen Abbruch.

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr und waren froh wieder zu Gast bei diesem wirklich schönen Fest in den Alpen gewesen zu sein. Wir kennen viele Festivals aber keines kommt, was die Stimmung angeht an dieses ganz heran. Mag es an den Bergen liegen, die rundherum sich erheben oder an der Herzlichkeit der Südtiroler. Es ist und bleibt einfach immer wieder etwas Besonders. Sei es die Pizza Südtirol“ im Goldenen Apfel in Natz oder das Frühstück auf dem Festivalvorplatz, alles ist etwas Besonders und für das Festival so typisches. Es bleibt einfach in Erinnerung und macht Lust auf mehr. So muss man auch nicht verwundert sein, dass der Run auf die Tickets dieses Jahr schon früh begonnen hat und man sich auf das nächste Jahr freuen darf.

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