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Jake Bugg mit Support Baum
30.11.2016 im Volkshaus Basel

Dieses Jahr war der britische Sänger und Gitarrist Jake Bugg so gut wie nicht nach Hause zu bekommen. Gab es von März bis Juni vereinzelte Gigs in Europa und USA, so schloss sich unmittelbar nach Release des jüngsten, dritten Albums ‚On My One‘ eine umfangreiche Tour durch Europa, von Oslo bis Zagreb und von Monza bis ins schottische Perthshire an, nur um dann in Japan und Australien weiter zu machen. Dann noch mal Europa, USA und Kanada und zuletzt noch einmal Europa. Der Stop im Volkshaus Basel sollte der einzige Auftritt in der Schweiz auf diesem Teil der Tour sein.

Sänger und Songschreiber Christoph Baumgartner alias Baum musste wohl nicht erst nachdenken, als die Anfrage für den Support Job im Volkshaus kam. Mit dem Song ‚Home One Day‘ vom 2014er Album ‚Penpapercoffee‘ sind Baum ja zur Zeit im Kinofilm ‚Verrückt nach Fixi‘ zu hören, nun der Support für Jake Bugg, demnächst dann ein neues Album; läuft wohl momentan bei Baum! Für den Mittwoch Abend wurde der Indie Rock der Schweizer, erzeugt von normalerweise fünf Musikern, mit der Kraft der zwei Schlagwerke, auf Gesang und zwei akustischen Gitarren heruntergebrochen. So wurde mit ungewohnt sanften Tönen der Konzertabend eröffnet. Das sympathische Set dauerte etwa eine halbe Stunde, bei andächtig lauschendem Publikum.

Bildergalerie Baum

Jake Bugg holte das Publikum an diesem Punkt ab, betrat die Bühne des Volkshaus gegen 21:30 Uhr allein, zwischen sich und dem Publikum nur die Akustik-Gitarre, begann mit ‚On My One‘, dem Titelsong des neuen Studioalbums. Die Band stiess dann beim fünften Song, dem Hit ‚Two Fingers‘ hinzu. Mit vollem Bandsound wurde die Show zwingender, das in den vorderen Reihen recht junge, überwiegend weibliche Publikum ging jetzt lautstark mit. Mit drei international erprobten Alben und diesem Mix aus Blues, Folk und erdigem Rock, mit greifbaren Teilchen aus Country, Funk und auch Disco hatte Jake Bugg mächtige Argumente für eine solide, wenngleich auch etwas distanzierte Performance, dafür aber mit satter Hitdichte.

Bildergalerie Jake Bugg

Mit dem Akustik-Set zu Beginn machte es sich der Brite gewiss nicht zu leicht, Zugang zum Baseler Publikum zu finden. Auf diese Weise konnte er aber seine große, musikalische und spielerische Klasse unter Beweis stellen. Die Begleitband tauchte dabei nahezu komplett unter dem Radar, und so dauerte es ein Weilchen, bis Jake Bugg sein Publikum persönlich ansprach, um das Eis zu brechen. Mit Hits wie ‚Put Out The Fire‘, ‚Slumville Sunrise‘, der Akustik-Ballade ‚Broken‘, die für den Gänsehautmoment des Abends sorgte oder dem Finale ‚Lightning Bolt‘ bekommt er seine Fans ja sowieso. Mit 21 Songs wurde ein Gutteil der drei bisher veröffentlichten Alben zum Besten gegeben. Von der Bühne ging es dann aber leider ohne Zugabe.

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Chris

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