Bericht/Fotos: Johannes Oerding – ZMF Freiburg 30.07. 2018

Wenn es den Leuten mit meinen Songs so geht, dass sie über das Problem, was sie gerade beschäftigt, mit meiner Musik besser hinwegkommen, dann habe ich das gute Gefühl, dass dieser Beruf einen Sinn hat. Auch wenn das vielleicht nur ganz wenige Leute sind wäre ich tief zufrieden.“ — Johannes Oerding

Charly Klauser, eröffnete als Support den Abend. Den Temperaturen geschuldet, war das Zelt zu diesem Zeitpunkt noch nicht gut gefüllt. Trotzdem gab die junge Sängerin alles und wurde mit viel Applaus gefeiert. „Wenn ich könnte würde ich Euch alle auf ein Bier einladen“, bedankte sie sich beim Publikum.

Bunt ging es zu, an diesem Montagabend im Zirkuszelt, aber nicht nur wegen den Lichtern der Scheinwerfer, sondern auch das Programm des Sängers war bunt gemischt und sorgte schnell für gute Laune beim Publikum.

Oerdings Texte erzählen von Alltagssituationen, Liebeskummer und auch vom Verliebtsein. Sie machen Mut, Mut sein Leben in die Hand zu nehmen, Mut nach vorne zuschauen und Mut, eigene Grenzen zu überwinden. Diese manchmal nachdenklichen Songs, gepaart mit den Songs zum Mittanzen und Mitfeiern, sind genau das richtige Rezept, um ein Publikum verschiedenen Alters zu begeistern. Der größte Anteil war, wie sollte es anders sein, Frauen. Auch Johannes Oerding stellte sich, mit einem zwinkernden Auge, die Frage, wie viele von den wenig vorhandenen Männern, tatsächlich freiwillig zum Konzert gekommen waren!?

Mit dem ersten Song „Leuchtschrift“ stürmte der Wahl-Hamburger die Bühne, und das Publikum war sofort da, trotz der wiederholt Sauna-ähnlichen Temperaturen, die herrschten. Mit „90 Minuten Hot Yoga“ begrüßte der Sänger die Leute im Zelt. Innerhalb von Minuten waren die T-Shirts der Bands, aber auch der Zuschauer durchgeschwitzt, kein Grund aber, einen Gang runterzuschalten.

Man merkte sofort, dass Oerding und seine Band Spaß auf der Bühne hatten, und genau diese Energie übertrug sich wie ein Blitz auf das Publikum. Das Konzert wurde zur großen Party, und das textsichere Publikum feierte ordentlich mit. Es wurden nicht nur die eigenen Songs performt, auch ein Medley wurde zum besten gegeben „I will always love you“, „Nie wieder Alkohol“, „Beat it“… unterstrichen von einem perfekten Moonwalk des Sängers, „Walking in Memphis“, es war alles dabei. Einer der Höhepunkte war mit Sicherheit, als Johannes Oerding „Could you be loved“ von Bob Marley performte und währenddessen eine komplette Runde durchs Publikum drehte. Das Bad in der Menge genoss er sichtlich. Kaum auf der Bühne zurück, gab Oerding das Mikro an seinen Schlagzeuger weiter. Dieser stimmte „Rock me Amadeus“ von Falco an und brachte das Zelt erneut zum Beben. Der Gänsehautmoment kam fast zum Schluss des Konzertes, als Johannes Oerding zusammen mit Charly Klauser ihren Song „Complicated Life“, nur mit der Gitarre begleitet sang.

Als man an diesem Abend das Zirkuszelt verließ, sah man verschwitze aber glückliche Menschen… Johannes Oerding schaffte, dass 90 Minuten einfach nur getanzt und gesungen wurde und das Publikum einen wundervollen Abend hatte. Danke dafür!

Setlist:

  1. Leuchtschrift
  2. Und wenn die Welt
  3. So schön
  4. Nie wieder Alkohol
  5. Hundert Leben
  6. Turbulenzen
  7. Beat it — jemanden wie dich
  8. Weiße Tauben
  9. Die Tage werden anders sein
  10. Kreise
  11. Wo wir sind ist oben
  12. Alles brennt
  13. Complicated life (mit Charly Klauser)
  14. Wenn Du Lebst

Über den Autor des Beitrags

Jasmin

Steht eher auf die harten Jungs… Rock, Deutschrock, Neue Deutsche Härte oder Heavy Metal… es darf laut sein! Manchmal wagt sie auch Experimente und besucht ein Rap- oder Schlagerkonzert, danach wird dann entschieden, ob es eine Wiederholung gibt.
Ihre Freizeit verbringt sie auch gerne mal in verlassenen Fabriken oder Villen, um mit der Kamera den Verfall zu dokumentieren. Entspannt wird danach mit einem guten Buch zuhause.

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