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Lord of the Lost und Unzucht
Hirsch Nürnberg, 7.2.2013

Die Darkness Kills Tour 2013 führte das Düster-Paket Lord of the Lost und Unzucht auch nach Nürnberg, wo sie am 7. Februar 2013 im Hirsch auftraten. Auch wenn die Halle nicht ganz ausverkauft war, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Die Fans feierten beide Bands, die sich entsprechend ins Zeug legten.

Lord of the Lost - Hirsch Nuernberg - 7-2-2013-17Den Anfang machte die Unzucht aus Hannover, die nicht als klassische Vorband mit von der Partie war, sondern als Co-Headliner. Entsprechend viel Spielzeit bekam der niedersächsische Vierer, und auch der Sound war erfreulich gut. Mit „Todsünde 8“ ging es gleich gut ab, auf der Bühne tobte die Unzucht durch den dichten Nebel und hinter dem Sicherheitsgraben die Fan-Gemeinde, lauthals mitsingend. Die Aufforderung von Sänger Daniel Schulz „Nürnberg, macht mal Krach!“ befolgten die Franken jedes Mal brav, auch nach dem 20. Mal noch. Seine Crowdsurf-Einlage klappte auch bestens, das Publikum trug ihn sicher über seine Köpfe auf einer Runde durch den Hirsch. Nach elf Songs und einer Zugabe sowie einem Geburtstagsständchen für den Mann am Lichtpult verabschiedete sich die Unzucht und hinterließ eine Menge zufriedener Fans, die gerne noch ein oder zwei Lieder mehr gehört hätten.

Nach einer sehr kurzen Umbaupause stürmten Lord of the Lost die Bühne. „Shut up when you’re talking to me“ erwies sich als klasse Opener für ein intensives Set, der stampfende Rhythmus wurde von der feiernden Menge aufgenommen, ebenso „Heart for Sale“ (auch vom aktuellen Album „Die Tomorrow“) oder „Sex on Legs“ und, und, und. Auch wenn der Set von Lord of the Lost etwas langsamer war als das der Unzucht, war es doch mindestens ebenso heavy und vor allem eindringlich. Trotz der beschränkten Platzverhältnisse auf der kleinen Hirsch-Bühne nutzte die Band jeden Zentimeter, um zu posieren und mit dem Publikum zu spielen. Live sind Lord of the Lost ein Stück härter als auf Platte, was den Songs meiner Ansicht nach gut tut. Und ein Hingucker sind die Jungs sowieso. Nach 19 mal schweißtreibenden, mal eher ruhigen Songs setzten Lord of the Lost mit „Bad Romance“ ein letztes Ausrufezeichen – das Lady Gaga-Cover passt nicht nur perfekt zu Lord of the Lost, sondern ist auch einfach ein toller Live-Song. Und somit der würdige Abschluss eines tollen Konzerts mit zwei starken Bands.

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