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Lumpenpack & ok.danke.tschüss – Spiegelzelt Zeltmusik Festival Freiburg 13.07.2022

Das Eröffnungskonzert des Zeltmusik Festival Freiburg 2022 war in ganz vielen Aspekten etwas Besonderes.

Zum einen standen zur Eröffnung nicht nur ZMF-Gründer Alexander Heisler und die neue Geschäftsführerin Hanna Teepe auf der Bühne, sondern auch Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn.

Das Trio war natürlich ähnlich erfreut darüber, dass nach zwei Jahren Pandemie das ZMF nun endlich wieder stattfinden, konnte wie die fast 800 Besucher im Spiegelzelt.

Als Randnotiz sei erwähnt, dass es ohne die beiden Pausenjahre das 40. ZMF gewesen wäre – so steht die Uhr bei 38 – und natürlich vielen Dank an Hanna und ihr Team für die Möglichkeit, von diesem Konzert zu berichten.

Trotz der sommerlichen Temperaturen war es durchaus angenehm im Spiegelzelt, an mehreren Seiten des Rhombus waren Lüftungs- oder besser Klimaschläuche zu sehen. Es gab auch im Zelt Getränkestände, und die Türen nach außen sowie die Öffnung oben am Zelt sorgten für Abluft.

Eröffnet wurde der Abend von ok.danke.tschüss aus Mannheim, die meines Wissens vorher nicht offiziell angekündigt waren, sich aber als positive Überraschung entpuppten.

Der Stil ihres selbstbetitelten „Einhorn Rocks“ war ähnlich wie der des Headliners. Lustig ironische Texte mit durchaus Tiefgang gepaart mit rockiger Popmusik (oder andersherum).

Schon während es Openers „Teesorten“ animierte die Sängerin das Publikum zum Mitmachen, das bereitwillig jeden Akkord aufsog und schon beim zweiten Track „Zu laut für die Disko“ eskalierte.

Selbst die durchaus nachdenklichen Songs wie „Leukämie Du Bitch“ oder „Soldat“ kamen gut an. Das Highlight war dann der letzte Song „Vincent van Gogh“, der für noch mehr Stimmung und Lacher sorgte.

Nach einer kurzen Umbaupause folgte dann der Hauptakt: Das Lumpenpack.

Das aus ihren YouTube-Videos bekannte Duo war mit kompletter Band angereist – die, wie sich später im Konzert herausstelle, 2020 gecastet und über die Pandemie hinweg zusammengehalten werden konnte.

Schon der Opener „Amazon Prime“ ging mächtig ab. Es folgte ein Set mit „Henning May“, „Dolce Wohnen“, das viele vom YouTube-Video kennen dürften.

Zu „Heilpraktiker“ ließ es sich Sänger Jonas nicht nehmen, einen Querverweis auf die Potenzierung bzw. Verdünnung von Stoffen – in seinem konkreten Fall Sonnenmilch – und natürlich auch nicht zur Freiburger Öko-Szene zu spinnen – tatsächlich meldeten sich einige Besucher auf die Frage, wer Barfuß am Start war.

Als nächstes folgte der Lumpenpack-Hit „Gisela“, um dann just beim nächsten Stück „Pädagogen“ den nächsten amüsanten Kommentar zu den Eigenheiten Freiburgs einzubauen.

Es folgte „Guacamole Regret“, das von Maximilian vorgetragen wurde, während Jonas die Bühne verließ, um dann nach dem Stück auf dem Mischpult zu stehen und „Angelsimulator“ zum Besten zu geben. Im Anschluss wechselte er dann sogar in die Mitte des Zelts, nachdem eine „Wall Of Death“ für ihn gebildet wurde.

Das weitere Set bestand aus „Immer noch Drauf“, dem super geilen „Hauch mich mal an“, „Wenn alle wären wie wir“, „Liebe Grüße“ dem YouTube Kracher „Ford Fiesta“.
Bei „Warm im Altenheim“ gab es natürlich nochmals eine Anekdote über den heißen Sommertag.

Zu „Kurze Hosen“ wurde dann ein Freiwilliger gesucht und gefunden, der sich seine Hose mit einer übergroßen Schere zu Shorts verwandeln ließ.

Den Abschluss des Konzerts bildenten „Haus Baum Kind“ und „Mein Hass“ – danach folgten nach frenetischem Jubel noch die Zugaben.

Bericht: Hody / Fotos: WholeLottaBibi / Bildbearbeitung: Bobbel

Über den Autor des Beitrags

Hody

Hody

Gründungsmitglied von Tribe Online, ehemaliger DJ. Mag Groove und Melodie, Hardcore und Female Fronted Metal, mal ein bisschen Rap oder Industrial, Sportspiele und RPGs - bastelt gerne an PCs und liebt seine Xbox

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