Browse By

Razorlight | ZMF Freiburg 27.07.2026

Die letzte Woche des Zelt-Musik-Festivals ist angebrochen und der Montag zeigte sich von seiner besten Seite.  Auf dem Gelände ging es verhältnismäßig ruhig zu. Die Besucher schlenderten gemütlich zwischen den Ständen umher, gönnten sich noch etwas zu essen oder ein kühles Getränk und warteten auf den Konzertbeginn.

Für uns beide war es das erste Konzert in diesem Jahr auf dem Zelt-Musik-Festival und gleichzeitig auch die erste Begegnung mit Razorlight. Entsprechend gespannt waren wir darauf, was uns an diesem Abend erwarten würde.

Für alle, die Razorlight noch nicht kennen: Die Band stammt aus England, wurde bereits 2002 gegründet und besteht aus fünf Musikern. Mit Songs wie „Wire to Wire“ oder „America“ haben sie sich längst einen festen Platz in der Indie-Rock-Szene erspielt und sind bis heute auf den Bühnen Europas unterwegs.

Razorlight

Razorlight -ZMF

Pünktlich um 20 Uhr begann das Konzert. Eine Vorband gab es an diesem Abend nicht, sodass Razorlight direkt die Bühne übernahm.

Die Stimmung war von Anfang an hervorragend. Bereits bei einem der ersten Songs sang das Publikum einen Part komplett alleine und zeigte damit, dass sich einige eingefleischte Fans unter den Besuchern befanden.

Bei dem Song „Can’t Stop“ gab es ein sehr cooles Zusammenspiel aus einem Drum-Solo und den Gitarren, das vom Publikum mit großem Applaus gefeiert wurde.

Mit jedem weiteren Song wurde die Stimmung ausgelassener. Auch Sänger Johnny wurde es sichtlich warm. Bei „In the City“ öffnete er zunächst seine Jacke und stand am Ende des Songs schließlich oben ohne auf der Bühne – sehr zur Begeisterung der weiblichen Fans.

Nach den eher schnelleren Songs folgte einer der beiden bekanntesten Titel der Band: „Wire to Wire“. Hier sangen viele Besucher lautstark mit und sorgten für einen echten Gänsehautmoment. Danach ging es direkt wieder etwas energiegeladener weiter mit „Cool People“. Spätestens jetzt merkte man, mit wie viel Leidenschaft die Band auf der Bühne stand. Vor allem Sänger Johnny lebte jeden einzelnen Song und transportierte die Emotionen spürbar ins Publikum.

Zwischendurch erzählte Johnny, dass Razorlight aus fünf Bandmitgliedern besteht und alle Instrumente live gespielt werden. Dabei könne natürlich auch einmal etwas schiefgehen oder sich jemand verspielen. Genau das gehöre aber dazu, denn sie seien keine Maschinen, sondern Musiker, die ihre Songs ehrlich und live auf die Bühne bringen.

Razorlight -ZMF

Insgesamt standen an diesem Abend 18 Songs auf der Setlist. Mit dem zweiten großen Hit „America“, der bis heute ein absoluter Ohrwurm ist, schien das Konzert zunächst zu Ende zu sein.

Die Stimmung war jedoch so gut, dass die Fans eisern stehen blieben, laut jubelten und auf eine Zugabe hofften. Nach einer Weile kam Sänger Johnny tatsächlich noch einmal alleine auf die Bühne zurück. Er erzählte, wie dankbar er für den Abend sei und dass es eigentlich gar nicht geplant gewesen sei, noch einmal zurückzukommen.

So hatten wir schließlich die Ehre, einen bislang unveröffentlichten Song in einer Solo-Version von ihm zu hören. Anschließend folgte noch ein weiterer Song, bei dem auch die restliche Band wieder auf die Bühne kam. Ein ganz besonderer Abschluss für einen ohnehin schon gelungenen Konzertabend.

Fazit:

Verhältnismäßig wenige Besucher waren an diesem Abend leider nicht nur auf dem Festivalgelände unterwegs, sondern auch beim Konzert von Razorlight.

Der Stimmung tat das allerdings keinerlei Abbruch. Im Gegenteil: Gerade die überschaubare Besucherzahl sorgte für eine sehr persönliche Atmosphäre. Es wurde gesungen, getanzt und ausgelassen gefeiert. Man hatte das Gefühl, der Band besonders nah zu sein und Teil eines ganz besonderen Konzertabends zu werden. Alle, die nicht dabei waren, haben definitiv ein wunderschönes Konzerterlebnis verpasst.

Bericht: Michaela Erhardt | Fotos: Adrian Sailer

Abo und News an Deine E-Mail







Über den Autor des Beitrags

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert