Konzertbericht: Brainstorm Festival – Metal gegen Krebs

Nach langer Vorbereitung und dem üblichen Organisationsstress (der wahrscheinlich schon so manchen Veranstalter den letzten Verstand geraubt hat) ging am 25 Mai 2013 das Brainstorm Festival – Metal gegen Krebs an den Start. Oliver Jung, Matthias Stets und Kai Unger haben zu Gunsten krebskranker Kinder ein Benefizkonzertkonzert mit sechs Metalbands organisiert, bei dem der Erlös aus dem Eintritt an den Förderverein „Fuokk,“ der die Kinderkrebsstation Karlsruhe unterstützt, zu Gute kommen soll.

Den Vorbericht zum Brainstorm könnt bereits bei uns lesen.

Kurz vor der Türöffnung der Endstation in Wolfartsweier hatten sich schon die ersten Besucher auf dem Gelände eingefunden, und um die Wartezeit etwas zu überbrücken wurde schon früh für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt.

Der Pizzaservice Fantastico unterstütze das Festival mit dem Verkauf von frisch gebackenen, hervorragend leckeren Pizzen, wobei davon 1 Euro des Erlöses gespendet wurden. Mit einer guten Grundlage im Bauch lässt es sich bekanntlich besser feiern und  pünktlich zum Einlass um 17.30Uhr betraten die  Besucher die Endstation, um sich die ersten Erfrischungen an der Theke zu holen.

Invisible Chains eröffneten das Brainstorm Festival

Invisible Chains eröffneten das Brainstorm Festival

Eigentlich sollte das Konzert um 18.oo Uhr eröffnet werden,  jedoch zog sich alles etwas nach hinten hinaus. Um ca 18.20 Uhr eröffnete Oliver Jung mit einer kurzen Ansprache das Brainstorm Festival.

Gleich danach betrat die erste Band, Invisible Chains aus Karlsruhe, die Bühne. Eine relativ junge Band, die ihren musikalischen Schwerpunkt im Melodic Metal setzt und mit Frauenpower am Mikro punktet. Leider war mit Beginn des ersten Auftrittes der Sound nicht besonders gut abgemischt und die klaren Vocals gingen deutlich unter. Die Frontformation der Band wirkte etwas unsicher und hätte mit etwas mehr Aktion auf der Bühne mehr herausholen können. Ab und an hatte man auch das Gefühl, dass das Schlagzeug, welches der eigentliche Taktgeber einer jeden Band ist, in Sachen Geschwindigkeit nachhängt. Nach 30 Minuten Spielzeit gaben Invisible Chains die Bühne für die nächste Band frei.

Am Brainstorm Festival wurde für eine abwechslungsreiche Mischung gesorgt und so ging es vom Melodic Metal zum Metalcore mit The Last Days Of Fall über. Auch hier handelt es sich um eine sehr junge Band. Dennoch legten die Jungs sofort los und zeigten keine Unsicherheiten auf der Bühne. Mit rauen Vocals und wilden, synchronisierten Bewegungen legten sie sich ins Zeug und hatten sichtlich Spass dabei. Ein paar wenige Besucher ließen sich mitreissen und moshten dazu.

An dritter Stelle gab es harten, lauten Thrash Metal aus Heidelberg von Paniczone. Mit vollem Körpereinsatz und Performance fesselten die Heidelberger die Besucher vor der Bühne und bewegten auch ein paar dazu mit zu bangen. Paniczone wurde bereits 2000 ins Leben gerufen, ab 2006 gab es dann eine längere Pause und 2011 machte man sich ans Schaffen weiterer thrashiger Klänge. Dass man es hier nicht mit Anfängern sondern erfahreneren Musikern zu tun hat, merkte man von der ersten bis zu letzten Spielminute.

Rockatary - Alternative Rock aus Pforzheim

Rockatary – Alternative Rock aus Pforzheim

Etwas „unmetalischer“, aber dennoch rockig ging es mit Rockatary weiter. Die Jungs aus Pforzheim sollten ursprünglich den Spielplatz vor dem Headliner besetzen, tauschten allerdings kurzfristig mit Arcane Rain. Leider war dies auch Spielbeginn des Champions Leagues Finales und dementsprechend versammelten sich einige Fussballsfans draußen vor der bereitgestellten Liveübertragung. Musikalisch ging es nun etwas ruhiger weiter und zumindest auf mich wirkte der Alternative Rock, auch wenn er wirklich nicht schlecht war, etwas einschläfernd nach all den Metalklängen.

Beim Auftritt von Arcane Rain hatte sich das meiste Publikum vor der Bühne versammelt. Nach einem kurzen eingespielten Intro, begab sich die Gothic/Dark Metal Band auf die Bühne und legte sich sofort ins Zeug. Arcane Rain haben in Sachen Vocals einmal den cleanen Frauengesang und als Gegensatz raue Screams und Growls von der männlichen Seite. In Sachen Sound hätte man noch etwas besser abmischen können, die melodischen Keyboardparts konnte man leider nicht besonders gut heraushören. Das Konzert in der Endstation war für Schlagzeuger Eike auch das Abschlusskonzert. Mit neuer Besetzung an den Drums soll es nun weiter gehen und Rene, der nun diesen Part übernimmt, wurde für die letzten zwei Songs auf die Bühne geholt. Mit ihrer Version von dem bekannten Song „The Last Unicorn“ verabschiedete sich die Band nach ca. 45min Spielzeit und gab die Bühne für den Headliner des Abends frei.

Brachiale Klänge gaben die Headliner des Abends Painful von sich

Brachiale Klänge gaben die Headliner des Abends Painful von sich

Mit über einer Stunde Verspätung, die sich einmal durch den nach hinten gezogenen Konzertbeginn und andererseits den längeren Umbauphasen ergab, war es nun Zeit für die Hedaliner des Abends. Von einem episch orchestralen Intro untermalt, betraten Painful aus Baden-Baden die Bühne und sorgten für viel Aufsehen durch ihr Bühnenoutfit, das mit reichlich (Kunst)blut übergossen war. Brachial-rythmische Riffs und abwechslungsreiche Lieder sorgten für gute Stimmung bei dem noch, wenn auch wenig übriggebliebenen Publikum (Durch die Verspätung war nur noch eine kleine Fangemeinde übrig geblieben). Painful ließen sich davon nicht stören und spielten unbeirrt ihren Blackened Death Metal.

Das erste Brainstorm-Metal gegen Krebs Festival hatte eine interessante Mischung an Musik zu bieten, jedoch war nicht zu übersehen, dass es noch etwas mehr an organisatorischen Feinschliff bedarf. Vielleicht gibt es nächstes Jahr die Möglichkeit, hier dran noch etwas zu feilen.
Mit knapp 90 zahlenden Gästen war dies schon mal ein guter Anfang.

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Runa

..immer da wo Metal spielt! Heavy, Black, Death, Pagan, Symphonic - Metal muss es sein. Bei Tribe-Online schreibe ich überwiegend Konzertberichte und mache Konzertfotos. Gerne dürft ihr mich auf FB adden und mir Konzertvorschläge zukommen lassen, oder für eure Events bei mir werben.

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