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Rock Am See 2015 – Festivalbericht

Rock am See 2015

Nach einem Jahr Pause meldet sich das “Kultfestival am Bodensee” mit einem sehr attraktiven Line-Up wieder zurück: Schmutzki, Tito & Tarantula, Itchy Poopzkid, Frank Turner, Mando Diao, Broilers und Kings of Leon. Eigentlich war als zweite Band Skinny Linster eingeplant, jedoch musste diese leider absagen, da einige Bandmitglieder offenbar Probleme mit ihren Visa hatten. Kurzfristig eingesprungen sind dafür Tito & Tarantula. Anmoderiert wurden die Bands von SWR3-Moderatorin Daniela Hilpp.

Rock Am See 2015_2015_1Adrian Sailer

Die Location

Ganz besonders bei diesem Festival ist, dass die Entfernung zwischen Campingplatz und Festivalgelände mit Shuttlebussen zurückgelegt werden muss. Die Busse fahren regelmäßig und eine Fahrt dauert ca. 20 Minuten. Die Strecke zu laufen, ist zwar eine Option, dauert aber wesentlich länger – insbesondere in den späteren Abendstunden ;)

Wer nur am Veranstaltungstag anreist, kann je nach Parkplatz auf eine Fähre oder auch auf Busse zurückgreifen.

Am Festivalgelände angekommen, erwartet die Besucher das Bodenseestadion mit reichlich Platz zum Stehen oder Auf-der-Wiese-sitzen. Auch für das Kulinarische ist gesorgt: Neben den Festival-Klassikern, wie Currywurst, Döner, Donuts, Bier und Cocktails, gibt es auch schwäbische Spezialitäten. Auch Merchandising-Stände sind natürlich vertreten.

Das Wetter

Nun ja, es hätte schlechter sein können … aber auch besser. Die 20 Grad fühlen sich in der Sonne richtig angenehm, jedoch im Schatten der vorbeiziehenden Wolken etwas frisch an. Vor allem am späten Abend wurde es langsam kühl. Um sich warm zu halten hilft nur eins: Mithüpfen und tanzen.

Die “Crowd”

Für den Veranstalter ist es schon schade, dass nur ca. 11.000 Besucher zum Festival gekommen sind. Das mag auch daran liegen, dass dieses Jahr der Freitag als Veranstaltungstag gewählt wurde. Für die Besucher dafür umso gemütlicher, da sie alle ein bisschen “mehr Platz” haben. So sieht das Stadion mittags während den ersten Bands noch relativ “leer” aus, füllt sich gegen später jedoch langsam immer mehr.

Die Musik

Eingeleitet wurde der musikalische Teil mit der Band Schmutzi, für die der Auftritt ein Heimspiel ist. Die drei aus Konstanz stammenden Jungs heitzten den ersten Besuchern auf dem Gelände schon mal ordentlich ein. Ein guter Einstieg.

Die kurzfristig für Skinny Linster eingesprungene Band Tito & Tarantula hatte schon am Abend zuvor einen Auftritt in der Stadt und durfte Konstanz jetzt nochmals ihre Show preisgeben. Für die US-amerikanische Gruppe offensichtlich ein großer Spaß. Mit “Germany rocks!” bringt Frontmann und Sänger Tito Larriva seine Freude mehrmals zum Ausdruck.

Bei der dritten Band des Tages, Itchy Poopzkid, füllte sich der Bereich vor der Bühne langsam. Zum ersten Mal sah man den vorderen Teil des Publikums in Bewegung. Es wurde mit erhobenen Händen mitgegroovt. Weiter hinten lauschten die Leute den Klängen während sie gemütlich auf der Wiese chillten und ein Bierchen genossen.

Ebenso bei Frank Turner & The Sleeping Souls, die mit ihrer eher ruhigen Musik eine durchaus überzeugende Show ablieferten.

Spätestens bei Mando Diao begann das Stadion, sich ein bisschen mehr zu füllen. Die Schweden waren sicherlich eines der Highlights für viele Besucher. Sowohl Mando Diao Fans, als auch Besucher, die die Band nur so aus dem Radio kennen, kamen auf Ihre Kosten. Bei ihrem wohl bekanntesten Hit “Dance With Somebody” tanzten alle gemeinsam mit.

Der Kontrast dieses “Rock”-Festivals wurde vor allem bei dem Übergang der “Radiomusik” von Mado Diao zum deutlich energetischeren Auftritt der Broilers deutlich. Wie immer eingeleitet von “Zurück zum Beton” heizten die Düsseldorfer dem Publikum ordentlich ein. Auch die Lichteffekte wurden nun durch die einbrechende Dämmerung immer cooler. Leider schien es während des einstündigen Auftritts einige Soundprobleme zu geben, was ein bisschen schade war. Dennoch wurden die Broilers von den Besuchern ordentlich gefeiert. Die Stimmung war endlich so richtig angekommen.

Nach dem Auftritt mit einer abwechslungsreichen Set-List verabschiedete sich die Band schließlich in eine Winterpause, die sie für die Arbeit an einer neuen Platte nutzen werden..

Es folgte eine dreiviertelstündige Pause, bis es für viele endlich so weit war: Der Headliner Kings of Leon.

Mit perfektem Sound und einer gelungenen Bühnenshow entertainten die Amerikaner das Stadion, welches nun zumindest besser gefüllt war, als am Mittag. Obwohl das Publikum fleißig mitsang und -tanzte, fand seitens der Band jedoch nicht wirklich viel Interaktion statt. Auf längere Ansprachen wartete man vergeblich. Ebenfalls schade war, dass der Auftritt kürzer dauerte, als eigentlich angekündigt.

Fazit

Für viele war es sicherlich blöd, dass das eintägige Festival dieses Jahr an einem Freitag stattfand, und somit einige einfach nicht kommen konnten. Und für diejenigen, die nur am Veranstaltungstag angereist waren, war der Ticketpreis von knapp 90 Euro schon echt happig.

Dennoch hat das Festival durch ein starkes Line-Up sehr überzeugt und auf jeden Fall Spaß gemacht. Wir kommen gerne wieder!

Fotos von Kings Of Leon können wir euch leider keine bieten, da wir mit den vertraglichen Bestimmungen der Band nicht einverstanden waren.

 

 

Noch mehr Fotos der einzelnen Bands gefällig? Dann schau mal auf SailerWatchBlog.de vorbei.

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