Schmutzki | ZMF Freiburg | 17.07.2025
Nachdem Schmutzki zuletzt 2022 im Vorprogramm “einer talentierten Nachwuchsband aus Düsseldorf” vor großem Publikum auf der Messe und 2017 im Jazzhaus in Freiburg zu Gast waren, lud das Trio aus dem Ländle (ursprünglich aus der Gegend um Konstanz, nun Stuttgart) diesmal zum letzten Freitagabend auf dem diesjährigen ZMF in das Spiegelzelt – oder wie es mittlerweile heißt: Badische-Zeitung-Zelt – mit dem aktuellen Album “Rausch Against the Machine” zur Punk-Party.
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Zum Start um Halb-Neun hatte sich ein äußerst buntes Publikum auf der runden Tanzfläche vor der Bühne versammelt. Ein paar Kinder standen ganz vorne, direkt an der Absperrung, und einige offenbar mitgereiste Fans (u.a. “Wird geil!”-Olli, dessen Geburtstag auch noch zu feiern war) mischten sich auch unter die Freiburger. Zwar war das Zelt bei weitem nicht ausverkauft, aber trotzdem genug gefüllt, um beste Stimmung aufkommen zu lassen.
Das lag aber natürlich auch daran, dass Beat (Gesang, Gitarre), Dany (Bass) und Flo (Schlagzeug) von Anfang an keine halben Sachen machten und die Gäste so in Rekordzeit auf Temperatur brachten. Schon zum dritten Song wurde ein Circle Pit gebildet.
Richtig wild wurde es dann, als die “bisschen komplizierten Texte” ausgepackt wurden. Zu “Wir sind der Schmutzki-Mob!” kam dann Flo erst zu den anderen beiden nach vorne, dann gingen alle drei von der Bühne, nur um dann auf einem umgebauten Einkaufswagen, auf dem ein kleines Drumkit und zwei Lautsprecherboxen montiert waren, in die Mitte ihres Mobs zu kommen und dort mit eben diesem Zeltplatz-Setup mit einem saudummen Sauflied weiterzumachen.
Wir brauchen ein Sauflied, wo man mitsingt, wenn man Bier und Wein und Schnaps trinkt. Denn mit Punkrock verdient man kein Geld, doch mit Sauflied kommt man ins Festzelt.
Der Mob tanzte derweil im Kreis um die Band herum und ließ eine von der Band mitgebrachte GoPro-Kamera den ganzen Spaß aufzeichnen.
Auch später kam Beat noch einmal solo für ein weiteres Highlight in die Mitte. Diesmal allerdings mit Akustikgitarre und für ein Highlight in Lagerfeuer-Atmosphäre, denn zu “1000 Feuer” setzte sich die Menge um ihn herum und schwenkte zahlreiche Handy-Lichter. Allerdings endete auch dieser Song dann wieder auf der Bühne und mit dem vollen Sound der ganzen Band. Bäm!
So gut wie nichts war hier also Nullachtfuffzehn! Folgerichtig also auch das Ende nicht: “Jetzt würden wir eigentlich von der Bühne gehen und so tun, als wären wir fertig…”, und: “… dann saßen wir aber immer hinter der Bühne und kamen uns etwas blöd vor”, und: “Jetzt machen wir was wir wollen. Wir bleiben einfach auf der Bühne und spielen trotzdem eine Zugabe!”
So folgten also die drei letzten Songs “Backstage”, “Erinner dich mal” und “Punk ist tot”, bevor das Set (Setlist: siehe unten) mit den “letzten 20 Sekunden” dann endgültig beendet wurde.
“Freiburg ich schwör’s euch, wir lassen euch nicht in Ruhe! Wir kommen wieder!”
Diese Drohung nehmen wir doch gerne an, denn dieser “Stadtrundflug über Freiburg, aber mit garantiertem Auf-die-Fresse-Fallen bei der Landung” hat sowas von Spaß gemacht!
Setlist (laut Bühnenzettel)
- Intro
- Tanze Nacht
- Wie beim ersten Mal
- Hey Haters
- Eine dieser Nächte
- Hey du
- Schmutzki Mob
- Sauflied
- Zeltplatz Baby
- Beste Bar der Stadt
- Zu jung
- 1000 Feuer
- Nichtsdestotrotz
- Rodeo
- Krass gut (kurz)
- Dein Song
- Zugabe: Backstage
- Zugabe: Erinner dich mal
- Zugabe: Punk ist tot
