Summer Breeze 2017 – Festivalbericht

Ein weiteres Summer Breeze Festival geht zu Ende. Nach ein paar Tagen, um sich wieder im „normalen“ Leben zurecht zu finden, ist es nun an der Zeit Bilanz zu ziehen. Wir persönlich hatten wieder viel Spaß und haben uns über ein gelungenes Festival gefreut. Es gibt aber auch ein paar Anregungen, die uns öfter zu Ohren gekommen sind und diese wollen wir hier nicht verschweigen.

Doch zuerst einmal: Happy Birthday Summer Breeze! Zwar dürfte das Festival in Amerika trotzdem frühestens nächstes Jahr sein erstes Bier aufmachen, aber zum Glück sind wir ja in Deutschland, genauer gesagt in Bayern. Es war ein überaus gelungener 20. Geburtstag an den man sich gerne zurück erinnert, auch wenn der eine oder andere vielleicht mit einem mehr oder weniger starken Kater daraus erwachte.
Neben namhaften Bands wie Korn, Amon Amarth, Megadeth, In Extremo oder Heaven Shall Burn gab es Feuerwerke zu bestaunen und richtig leckeres Essen, um den runden Geburtstag ordentlich zu feiern. Bier und anderen Sachen durften dabei natürlich auch nicht fehlen.

Zum ersten Mal gab es außerdem nur eine anstatt zwei Hauptbühnen. Das positive daran war auf jeden Fall der Sound, der nun auch in den etwas entlegeneren Ecken wesentlich besser war. Auch seine Position musste man nicht ständig wechseln, wollte man die nächste Band sehen. Auch die großen Bildschirme, die es den hinteren Reihen ermöglichen, hautnah beim Konzert zu sein, kamen so deutlich besser zur Geltung. Bis auf wenige Ausnahmen lief der Umbau der Bühnen reibungslos. Durchaus eine beachtliche Leistung, bedenkt man die schiere Fülle des Bühnenbildes bei Bands wie Amon Amarth oder Heaven Shall Burn.

Ein wenig schade ist es um das große Partyzelt, dass durch eine abgespecktere Version der großen Bühne ersetzt wurde. Auch die aufgestellten Sanis oder Toiletten-Plätze sind vom Aussterben bedroht, musste man doch wirklich suchen, um eins von beidem zu finden. Noch dazu war es beim besten Willen keine gute Idee zwischen zwei Bands die Toiletten aufzusuchen. Hier wäre es wünschenswert, wenn für das nächste Jahr mehr bereitstehen würden.

Wenn man, so wie wir, die „Shit & Shower“-Flatrate genutzt hat, kam man obendrein in den Genuss der Duschen. Sagte ich Genuss?
Nun ja: 12€ — somit 2€ mehr als die letzten Jahre — für Duschen, die keine Kabinen mehr besitzen und ab 11 Uhr nur noch lauwarmes Wasser hervorbringen. Darüber darf jeder sein eigenes Urteil fällen. Lobenswert ist allerdings die ständige Verfügbarkeit von Toilettenpapier, sowie die generelle Sauberkeit der Toiletten zu erwähnen.
Um die wenigen Toiletten jedoch auch zielsicher zu finden, wäre ein Plan des Festivalgeländes sehr hilfreich gewesen, den man zum Beispiel beim Einlass ausgehändigt bekommt. Und wer jetzt sagt, das sei ja nur unnötiger Müll, den möchten wir auf die Konfettischlachten einiger Bands aufmerksam machen (zur Erinnerung: Konfetti war etwas, das bei der Autokontrolle explizit einkassiert wurde).

Generell fehlen aber seit einigen Jahren die kleinen Extras, wie etwa Ohrstöpsel oder eine Mini-Version der Running Order, über die man sich immer beim Einlass gefreut hat. Dies führt bei dem einen oder anderen dann doch schon mal zu Ratlosigkeit wann denn nun eine Band spielt.
Zur einen oder anderen Verspätung kam es auch durch die relativ geringe Zahl an Einlassschleusen. Der Engpass wurde noch durch die Extra-Linie für Taschenkontrollen verstärkt, denn die meisten sind nun mal in Gruppen unterwegs. Das kennen wir eigentlich anders und hat in den vergangenen Jahren nie für Probleme gesorgt.

Nun aber wieder zu einem positiven Punkt: Der generellen Organisation des gesamten Festivals. Zwar standen wir am Mittwoch sehr lange auf dem Parkplatz für die Anreise, dies war jedoch eher dem Wetter von Dienstagabend/-Nacht geschuldet, als an den Ordnern, die die Autos kontrolliert haben.
Nette Ordner, die hilfsbereit und nicht pampig waren, ein alles in allem reibungsloser Ablauf des Festivals oder eine frühzeitige Warnung vor dem nahenden Unwetter. Alles Punkte, die man bei so manch anderem Festival manchmal schmerzlich vermisst.
Lediglich der Shuttlebus nach Dinkelsbühl war zu gewissen Stoßzeiten heillos überfordert, was dazu führte, dass viele Leute über eine Stunde in der prallen Mittagssonne ohne den geringsten Schatten standen. Hier würden wir uns einen etwas optimierteren Fahrplan und Schattenplätze wünschen.

Wenn ihr mit uns auf dem Festival wart, dann habt ihr vielleicht ein paar andere Eindrücke als wir vom Festival gewonnen. Wir haben uns jedoch bemüht, einen möglichst ungefärbten Überblick über das Summer Breeze Festival 2017 zu geben und einige Dinge angesprochen, die wir uns für die Zukunft wünschen, um allen ein noch besseres Festival zu ermöglichen.
Spaß hatten wir aber auf alle Fälle. Und wie wir den hatten! Wir können es alle kaum erwarten, bis sich die Tore 2018 das nächste Mal öffnen und es dann heißt: Willkommen zum 21. Summer Breeze Festival. Wir hoffen ihr seid dann auch wieder alle dabei. Bis dahin: Servus.

Text: Stefan Schwörer.
Fotos: Adrian Sailer & Florian Butz

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