Young Rebel Set und Pink Lint
Schmitz Katze Freiburg, 11. Dezember 2014

Young Rebel Set und Freiburg, das ist eine besondere Beziehung. 2009 spielte die britische Folk-Rock Band ihr erstes Deutschland-Konzert im Swamp. Mit dabei der schon zur Hymne gewordene Song “If I Was”. Mittlerweile veröffentlichte die fünfköpfige Band zwei Alben, das Debut “Curse Our Love” mit eben “If I Was” und weiteren Hits, wie dem etwas punkigeren “Lion´s Mouth” und “Walk On”, sowie das zweite Album “Crocodile”, das mit “The Lash of the Whip” und “Yesca And The Fear” ebenfalls ganz ordentlich punkten kann.

Zwischendurch schaute man dann im Freiburger Dunstkreis auch noch auf dem ZMF, dem Southside und bei Rock Am See vorbei. Am 11. Dezember 2014 dann endlich wieder ein Gastspiel in Freiburg, dem Swamp nun definitiv entwachsen spielte man nun im Schmitz Katze auf.

Kurzfristig änderte sich das Vorprogramm, Young Chinese Dogs mussten krankheitsbedingt passen, dafür sprang die Band Pink Lint ein, zumindest ein sechstel, in Form von Sänger Oliver Burghardt, der allein mit Gitarre tapfer vor den schon gut gefüllten Club trat. Für das spontan zugesagte Soloset musste der leichtfüßige Indie-Rock der Band, aufgebohrt mit Synthies, aber auch sehr physikalischen Instrumenten wie u.a. Vibraphon, Mandoline, Trompete oder Posaune auf Gitarre und Stimme heruntergebrochen werden. So konnte Burghardt nur eine ungefähre Ahnung vermitteln, was die Hörer auf dem aktuellen Album „You Might Lose a Few Teeth But It’s Fun“ erwartet. Dies geschah bei gleichzeitig ansteigender Ignoranz durch das Publikum aber immer inbrünstiger und eindringlicher.

Pink Lint (Oliver Burghardt Solo)

Um 21.00 Uhr betraten dann gleich sechs junge Männer die Bühne: Young Rebel Set, deren Sänger Matthew Chipchase akustisch den Song „Lion’s Mouth“ eröffnete, in den die Band dann einstimmte. Bei eher zurückhaltendem Publikum, herzlichem Beifall aber wenig Stimmung, zündeten die Briten dann auch Hit an Hit. Nachdem man mit den schnelleren Songs das Pulver weitgehend verschossen hatte, begannen die heimeligen, oft dreistimmig vorgetragenen Folksongs, ihre Wirkung zu verbreiten. So richtig gefeiert wurde aber nur der bis jetzt wohl größte Hit „If I Was“. Trotzdem wurde das anderthalbstündige Set nicht routiniert heruntergezockt. Auch die Zugabe begann akustisch, zunächst Solo mit Sänger Chipchase, später unterstützt vom Schellenkranz und der Stimme von Schlagzeuger Luke Evans. Mit Vollbesetzung ging es dann noch mal in die Vollen.

Schade, obwohl Young Rebel Set sich eigentlich in Topform präsentierte und eine engagierte Show lieferte, spielte man förmlich an an eine Wand. Es gab sie zwar, die unverdrossenen Dauertänzer – einer wurde vom Sänger persönlich begrüßt –  und auch einige Mitsinger, die waren aber klar in der Minderheit. Das Sextett ließ es sich trotz Allem nicht nehmen, nach dem Konzert geschlossen noch zum signieren am Merchandising-Stand anzutreten.

Setlist: Lions Mouth – Walk On – Tuned Transmission – Precious Day – Borders – Strangers – Lash Of The Whip – Berlin Nights – Red Bricks – Another Time, Another Place – Where Have I Been Going? – Yesca And The Fear – If I Was – Show Your Feathers And Run. Zugabe: Penny To My Name – Unforgiven – One Law – Measure Of A Man

Young Rebel Set

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