FREI.WILD – „Israel ist überall“ -„Verbotene Liebe, Verbotener Kuss“

Israel/Berlin – Die Erfolgsrocker von FREI.WILD haben am gestrigen Mittwoch ein spektakuläres Doppel-Video zu ihrem Song „Verbotene Liebe, Verbotener Kuss“ veröffentlicht. In insgesamt zwei Musikclips, die in Berlin und Israel gedreht wurden, arbeitet die Band dabei ein Thema visuell auf, das ihnen besonders am Herzen liegt und wählte dafür einen bislang beispiellosen und sehr persönlichen Weg: Für den Song, in dem es um Liebe, die sich über Grenzen hinweg setzt, geht, wurden Statisten gesucht, die jeweils einen persönlichen Bezug zur Thematik haben und die ihre Situation damit möglichst authentisch darstellen. Auch in Israel, wo die Teilnahme beim Videodreh und damit das persönliche Einstehen für die eigene Geschichte von vielen Beteiligten noch mehr Mut erforderte als in Berlin.

Videos:

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Für den Dreh der beiden Clips riefen die Musiker selbst zur Statistensuche auf. Es sollten sich Menschen für die Videodrehs bewerben, die „verbotene Liebe“ selbst erleben.
„Es war nicht schwer, Menschen zu finden, die für genau diese „Verbotene Liebe“ kämpfen, und das Tag für Tag. Wir haben insbesondere in Israel Welten aufeinander prallen gesehen, haben gesehen wie verzwickt die Situation dort ist, haben – allein schon durch die Bekanntmache der Dreharbeiten dort – auch in Deutschland schnell von Antisemitismus und Israel-Hass gelesen“, beschreibt Sänger Philipp Burger die Vorbereitungen zu den Drehs, die die Musiker selbst hautnah hat mitbekommen lassen, welche auch politische Dimension das Thema Liebe annehmen kann. „Dass auch das urmenschlichste aller Themen noch eine politische Komponente erfährt, hätten wir niemals erwartet. Wofür sollten wir Menschen denn schließlich stehen? Wofür steht Menschlichkeit? Wofür stehen Worte wie Nächstenliebe, Mitgefühl, Respekt und Akzeptanz? Wofür stehen Liebe und Zuneigung, wofür all unsere Bedürfnisse und Befindlichkeiten? Sie stehen für das Gute, zumindest sollten sie das. Wir haben erlebt, dass die Welt brennt, aber wir alle zumindest unseren Teil dazu tun können, etwas mehr Toleranz an den Tag zu legen.“

freiwild z7

Frei.Wild -Rivalen und Rebellen Tour – z7 Pratteln 2018

Die Band will mit den Clips und insbesondere deren Veröffentlichung am Tag der deutschen Einheit den Blick auf das Wesentliche richten und daran erinnern, dass auch in Mitteleuropa Toleranz und das Recht auf persönliche Entfaltung erst wertvolle Errungenschaften der neueren Zeit sind. Errungenschaften, die es zu bewahren gilt: „Wir erfahren im Moment so ziemlich alles, was an Spaltung, an Scheinheiligkeit, auch Verantwortungslosigkeit möglich ist“, geben die Musiker zu bedenken. „Wir erfahren Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Ausgrenzung, wir erfahren Rassismus in seiner brutalsten Form. Wir spüren Hass auf andere Religionen, Hass gegen Menschen mit anderer Sexualität, es gibt Zwänge, Zorn, Gewalt, Trennung und Wut soweit das Auge reicht. Und das alles gibt es gegen so ziemlich jeden, der nicht ins eigene, dann leider meistens einzig richtige Weltbild passt. Wir sehen sich fast zerfleischende Politiker und Akteure, wir lesen von Anschlägen und Überfällen gegen Christen, Juden oder Muslime. Noch nie war diese Welt und auch die Menschen mit ihren millionenfachen Eigenheiten so gespalten wie in diesen Zeiten. Auch von echter „Deutscher Einheit“ kann in diesen Tagen nicht gesprochen werden. Von echter und gerechter Einheit des europäischen Gedankens schon mal gar nicht. Aus welchen tausendfachen Gründen auch immer. Wir werden mit unsern Videos sicher nicht die Welt retten, aber wir sind uns sicher, zumindest kleine Steine des Denkanstoßes loszutreten.“

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Adrian

Macht mit viel Leidenschaft Fotos von Konzerten und hört am liebsten deutschsprachige Musik.

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