Cojones – Resonate

Mit dem Heavy/Stoner/Blues-Rock ist es wie mit dem Fussball. Gespielt wird er mittlerweile fast überall und die Herkunft allein sagt nur mehr wenig über dessen Qualität aus. So ist es auch nicht verwunderlich, dass mit Cojones – das ist der derbe spanische Ausdruck für Hoden/Eier – eine Band aus Kroatien, bestehend aus Sänger Bojan Kocijan, Gitarrist Miro Cosic, Bassist Gordan Tomic und Schlagzeuger Nenad Mandic, auf den Plan tritt, und das auch schon mit ihrem dritten Album ‚Resonate‘.

Das 2006 gegründete Quartett aus Zagreb wuchtet ganz abgeklärt tonnenschwere, markige Blues-Rock-Riffs, mit Ingredenzien aus Psychedelic- und Progressive-Rock. Es gibt sie, die straighten Reisser, die umstandslos zum Punk walzen, mit den kraftvollen Vocals vom Frontmann, vorangetrieben von satten Gitarren. Es gibt sie aber auch, die Spezialitäten, da wummert der Bass einen fantastischen Groove daher, da hämmern die Drums percussiv, da wird mit der Stimme improvisiert und es geistern entrückte Gesangsmelodien umher, wie würzige Schwaden verbrannten Blütenharzes ehemaliger Nutzplanzen.

Suchen muss man sie, die Pilze auf dem sehr schön gestalteten Cover von ‚Resonate‘, aber sie sind vorhanden, optisch wie auch akustisch. Auch wenn die zu vielen sehr mässigen Veröffentlichungen den Stoner-Rock zu einem matten Dauerbrenner verkommen lassen haben, bei ‚Resonate‘ werden die Enthusiasten sicherlich nicht enttäuscht.

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Cojones-Resonate
Cojones
Resonate
(Panta R&E / Rough Trade)

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Chris

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