Combineharvester – Brikks

Combineharvester war bisher die Solo-Beschäftigung des in Basel und London lebenden Musikers Marlon McNeill. Für das neue, vierte Album „Brikks“ ist Combineharvester mit Bassist Samuel Tschudin und Schlagzeuger Miro Widmer zum Trio angewachsen.

Und ähnlich wie ein Mähdrescher brauchen auch die Kompositionen auf „Brikks“ sehr viel Platz. „Two Eyes“ ist da noch der kompakteste Song mit seinen 3-einhalb Minuten und dem heimeligen Gesang. Ansonsten spielt sich alles jenseits der 5-Minuten Marke ab. Zusammen mit Umgebungsgeräuschen wird der entrückte Gesang von „A Chasm“ von einer Gitarrenbreitseite weggefegt. „The Traveller“ ist eine Gitarrenlärmorgie, die tatsächlich doch noch etwas Songstruktur bekommt. In „Brothers And Sisters“ wird der umgekehrte Weg bestritten, das eingängige Riff, die Melodie immer mehr verzerrt.

«Brikks», so Marlon McNeill, «ist die Melodie der Landschaft gedacht mit dem Dröhnen der urbanen Umgebung, der unruhigen Stadt: Berlin und Rom in diesem Fall – aber Presslufthammer und startende Flugzeuge haben auch ihren Reiz.»

Combineharvester verlassen mit „Brikks“ die gewöhnlichen Strukturen des Pop. Keinen der 7 Tracks wird man je vor sich herpfeifen. Das Zusammenspiel aus Melodie, Lärm, Gesang als weiterem Geräusch und ausschweifenden, akustischen Landschaftsmalereien ist anstrengend und faszinierend zugleich.

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Combineharvester
Brikks
(A Tree in a Field Records / Broken Silence)

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