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Danko Jones – A Rock Supreme

Ursprünglich sah sich das 1996 gegründete kanadische Trio um den gleichnamigen Frontmann Danko Jones ja als reine Live-Band und wollte eigentlich gar kein Studio-Album aufnehmen, heißt es. Dann kamen aber doch einige EPs und 2002 schließlich das erste Album in LP-Format “Born a Lion”.
Anno 2019 präsentieren die drei, die sich — live wie im Studio — längst den Ruf als sichere Bank im Rock-Genre erspielt haben, mit “A Rock Supreme” ihr mittlerweile neuntes Studiowerk.

Jones, Calabrese, Knox — Gitarre, Bass, Schlagzeug. So klassisch simpel die Besetzung, so unkompliziert und direkt die Musik. Man zelebriert kein musik-mathematisches Songwriting, sondern die Einfachheit, geht in den Proberaum, jammt gemeinsam, und findet und formt so die Songs für das nächste Album. Tja, und ein paar Akkorde, breitbeinigen Sound, anzügliche Texte und ein bisschen Kuhglocken — mehr bedarf es bei Danko Jones eigentlich auch nicht, um eine gefeierte Rock-LP nach der anderen rauszuhauen.

Wir liefern keine Überraschungen, keine Symphonien oder Gast-Rapper. Das Album ist einfach geradliniger, direkter Hard Rock.Danko Jones

Natürlich ist das auch bei “A Rock Supreme” nicht anders. 11 Songs in 40 Minuten zwischen klassischem Hardrock und Bluesrock, mit ein bisschen Garage und Punk. Zwar wird mit dem country-punkigen “Burn In Hell”, dem bluesigen “You Got Today” und dem konstant durchmarschierenden “Party” auch immer wieder mal das Tempo angehoben, ansonsten tendieren die Songs aber, zumindest gefühlt, noch ein Stück mehr als zuvor zum Groove. Und auch die Blues-Einflüsse werden immer größer.
Daneben ist besonders der Wechsel im Produzenten-Sessel zu erkennen: Während die beiden Vorgänger “Fire Music” (2015; hier unser Review) und “Wild Cat” (2017; hier unser Review) nämlich von Eric Ratz produziert wurden und etwas druckvoller und geschliffener klangen, übernahm diesmal der Landsmann der Band “GGGarth” Richardson (Rage Against The Machine, Skunk Anansie, Biffy Clyro, uvm.) die Regie. Dessen Resultat wirkt (zumindest im Vergleich) etwas dreckiger und direkter, ein bisschen weniger “produziert”.

Die schon vorab veröffentlichten Singles “Dance Dance Dance”, “We’re Crazy” und “Lipstick City” überzeugen besonders. Zu den stärksten Songs gehören aber ganz klar auch “Fists Up High” mit derbem Blues-Groove und der eingängige Opener “I’m In A Band”. Dessen Text macht vielleicht einen etwas plumpen Eindruck, und doch soll sein Refrain, frei interpretiert, hier als knappes Fazit dienen: “He’s in a band, and we love it!

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Video zu “Dance Dance Dance”Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

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Über den Autor des Beitrags

Gerald

Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.

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