Die Apokalyptischen Reiter – Tief.Tiefer

Mit der zweiten Hälfte des Doppelalbums „Tief.Tiefer“ bringen Die Apokalyptischen Reiter eine Akustikplatte auf den Markt, die sich wirklich gut anhört! Manche Lieder sind neu komponiert und andere sind Akustikcover älterer Platten, auf die ich sehr gespannt war.

Der erste Titel „Die Zeit“ zeigt schon, was die Reiter akustisch auf die Bühne bringen, und das ist verdammt gut! Das Lied klingt, als hätten die Reiter in ihrem Leben noch nie andere Musik gemacht. Das Lied hat eine wunderbare Melodie, einen Gesang, der einfach wahnsinnig in diesen leichten, melodischen, musikalischen Hintergrund passt. Durchaus gelungen!

Das nächste Lied ist ein alter Bekannter aus dem Album „Licht“ und zwar „Der Weg“. Das hat aber außer dem Text und die allgemeine Melodie nur sehr wenig mit dem originalen Lied zu tun. Aber das muss es auch nicht, um gut zu klingen! Das Lied ist ein für akustische Musik sehr rockiger und eingängiger Titel. Auch wenn man das originale Lied kennt und mag, muss einem dieser Titel einfach gefallen.

Der dritte Titel der Platte ist ein Klassiker der Reiter: „Friede sei mit dir“. Das hat schon mehr mit dem originalen Titel von „Riders on the Storm“. In das Lied wurden laute Blechbläser eingebaut, auf eine E-Gitarre konnten sie dann aber doch nicht ganz verzichten. Diese fügt sich aber sehr passiv in den sonst akustischen Rahmen ein. Auch dieses Lied haben die Reiter sehr gut umgesetzt.

Nun wird es Zeit für eine akustische Rock-Ballade. Mit „Flieg mein Herz“ haben die Reiter einen sehr schönen Titel abgeliefert. Die Hauptmelodie des Liedes wird von Dr. Pest am Keyboard vertont und klingt sehr leicht und melodisch. Nach hinten raus wird das Lied etwas funkiger, was aber auch sehr gut zu dem ersten Teil des Liedes passt.

„Das Paradies“ ist ein sehr ruhiger Titel, der das Hauptaugenmerk auf den Gesang setzt. Hier kann aber Fuchs zeigen wie gut und variantenreich er singen kann.

Der nächste Titel „Die Leidenschaft“ legt wieder mehr Wert auf die Instrumente und ist ein sehr schönes Lied. Obwohl es akustisch ist, klingt das Lied sehr kraftvoll. Es passt gut zu dem Eindruck dieser Akustik-Platte.

Auch „Auf die Liebe“ haben sie auf Tiefer absolut genial umgesetzt. Als wäre dieses Lied nie für etwas anderes geschrieben worden. Hier haben sie aber das Originallied größtenteils übernommen und andere Instrumente benutzt, um alle Melodien so gut wie möglich darzustellen.

Das vorletzte Lied der Platte ist „Der Wahnsinn“, das sich textlich an „Wahnsinn“ von dem Album „Samurai“ orientiert, aber musikalisch einer kompletten Umwandlung vollzogen wurde. Das Lied ist also nicht einfach ein Cover mit Akustikgitarren, sondern ein komplett neues Lied. Die Musik könnte auch wunderbar Titelmusik eines Wahnsinnigen in einem Film sein. Aber das wird wohl die Absicht der Reiter gewesen sein, insofern ein sehr gelungener Titel!

Der abschließende Titel der Platte „Terra Nola“ ist anfangs mehr eine erzählte Geschichte mit musikalischer Untermalung als wirklich ein Lied. Das wechselt aber zu einem Lied mit klarem, schönen Gesang mit dem typischen, gerollten R.

Der zweite Teil des Doppelalbums „Tief.Tiefer“ (hier unser Review zum ersten Teil) gefällt mir auch sehr gut. Vor allem die akustische Versionen zu den älteren Liedern der Reiter haben es mir angetan. Auch hier möchte ich eine absolute Empfehlung aussprechen, sich dieses Album zu zulegen.

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Über das besprochene Medium

tiefer
Die Apokalyptischen Reiter
Tief.Tiefer
(Nuclear Blast / Warner)

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