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Electric Six – Human Zoo

Das erste Mal hörte eine breitere europäische Bevölkerungsschicht von Electric Six, als man 2002 mit der Single „Danger! High Voltage“ unter anderem bei Top Of The Pops auftrat. Jener Song, oder auch „Gay Bar“ waren fortan Glücksfälle in den Discotheken und auch auf Partys mit Mainstream-Publikum. 70s Disco, stramme Gitarren und Texte bar jeglicher Subtilität sind seit jeher das Markenzeichen der Band aus Detroit. In schöner Regelmäßigkeit, nahezu im Jahresrhythmus, erschienen weitere Alben, aber außer der Coverversion von Queens „Radio Gaga“ nebst Video mit Sänger Dick Valentine als Geist von Freddy Mercury sollte in Europa nichts mehr so recht zünden.

Das nunmehr zehnte Studioalbum „Human Zoo“, Nachfolger des Ende 2013 erscheinen Longplayers „Mustang“ bietet wieder den bewährten Mix aus Disco-, Funk- und Glamrock. Während „I Need A Restaurant“ oder „“Worst Movy Ever“ eher klassische Rocksongs sind, mimt uns Dick Valentine in „Gun Rights“ den waffenvernarrten Hinterwäldler, mit „Who The Hell Just Call My Phone?“ eine astreine Tom Waits-Imitation und überzeugt mit seiner Stimmgewalt in „I´m The Devil“. „Alone With Your Body“ bringt Motown und Nekrophilie zusammen.

Über 10 Veröffentlichungen haben E6 den brillanten Glanz etwas verloren. Mit „Human Zoo“ knüpfen Electric Six solide in Qualität und Humor an die Vorgängeralben an. So richtigen Hitcharakter hat das Album allerdings nicht, wenngleich man mit guten Melodien immer noch prassen kann. An die Klassiker von „Fire“ reicht „Human Zoo“ nicht ran, das erwartet von einem Quasi-Spätwerk so wohl aber auch niemand.Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

Über das besprochene Medium

e6humanzoo
Electric Six
Human Zoo
(Metropolis Records / Soulfood)

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Chris

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