Empire In Dust – A Place To Rest

Aus Berlin stammt die Band Empire In Dust, die aus Sänger und Songwriter Manuel Mundt, Sängerin und Live-Keyboarderin Alina und Live-Bassist Lars besteht. Mit ‚A Place To Rest‘ erscheint nun das Albumdebüt, mit für Indie-Verhältnisse sehr aufwendig und schön gestaltetem Artwork, stimmungsvollen Bildern und Liner-Notes zu den Songlyrics.

Selbst erklären sich Empire In Dust vom Indie-Pop und -Rock beeinflusst. Musikalisch bewegt sich das Trio dann allerdings irgendwo zwischen Synthie-Pop und härteren EBM-Klängen. Die Kompositionen auf dem Album stammen komplett aus der Synthieburg, sind einerseits melodiegespickt und eingängig, dann aber auch recht duster und beatbetont. ‚Always Blue‘ und ‚Bliss & Starvation‘ sind dabei die Vertreter des Synthie-Pop im klassischen Sinne, ‚Cut‘ mit mehr EBM-Anteil und der gewichtigen Stimme erinnert ein bißchen an frühere Deine Lakaien. Plattengeknister leitet ‚Libria‘ ein, ein technoid stampfenderer EBM-Track. ‚Silent World‘ dagegen dann schon wieder fast hymnenhaft und für den Dancefloor.

Mit wandlungsfähiger Stimme meistert Mundt die Mischung aus Pop-Songs, EBM und technoiden Dancetracks, gibt dem Stück ‚Cut‘ den nötigen Pathos und ‚Libria‘ die düster-unterkühlte Stimmung. Außerdem schafft man es, thematisch menschliches wie das Streben nach dem Perfekten und persönliches Scheitern mit physikalischen Theorien zu verbinden.

Empire In Dust räumen ein wenig auf mit den Vorurteilen, dass sich Szene-Bands meist gleich anhören und stets die selben Standards bedienen. Dafür spricht die musikalische und thematische Bandbreite, die Manuel Mundt und Co. auf ‚A Place To Rest‘ anschlagen, außerdem gleitet das Album trotz der vielen poppigen Songs nicht in den Kitsch ab.Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

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EmpireInDust
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A Place To Rest
(Phonector)

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