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Foals – Holy Fire

Die Band Foals stammt aus Oxford/England und wurde von Sänger und Gitarrist Andrew Mears gegründet, der die Band noch 2006, nach der ersten Single „Try This On Your Piano / Look At My Furrows Of Worry“, schon wieder verließ. Seither ist das Line-Up stabil, so veröffentlichte das Quintett dieser Tage den dritten Longplayer „Holy Fire“. Den Briten wird gerne das Etikett Math-Rock angeheftet. Wahr ist, dass die Band einen sehr eigenen Sound hat; mit viel Akribie werden die Songs äußerst detailreich ausgestaltet. Charakteristisch hierbei ist die Gitarrenarbeit.

Dabei setzt man weniger auf den Krawalleffekt. Der schon als Single vorab veröffentlichte Club-Stampfer „Inhaler“ mit seinen forschen Riffs und dem hypnotischen Beat ist eine tolle Nummer, aber wenig repräsentativ für das Album. „My Number“ ist eher funky 70er-Disco, und auch sonst bedient man eher das Dance-Klientel. Das aber recht exquisit auf sehr künstlerische Art und Weise. Ruhig startet „Late Night“, entwickelt einen unwiderstehlichen Flow, explodiert zur Mitte hin förmlich und leitet mit sanften Gitarren aus. Auch „Providence“ zeigt sich doppelbödig, beginnt wie ein Blues-Song, bekommt dann aber einen treibenden Beat und eine Gitarrenkante. Der Song schwillt zum Ende hin immer mehr an, wird zu einem wahren  Wall Of Sound. „Bat Habit“ dagegen ist ein recht poppiger Song, der sich aber sehr eigenwillig dahinwindet. „Stepson“ dagegen dann wieder eher nachdenklich-chillig.

„Holy Fire“ ist eine anspruchsvolle Tanzplatte, besagte Detailverliebtheit macht es aber auch zu einem hervorragenden Höralbum, vom „Prelude“ bis zum finalen, relaxten „Moon“.Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

Über das besprochene Medium

foals
Foals
Holy Fire
(Warner)

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Chris

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