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Harm – The Nine

Es scheint sich eher ungünstig für Harm auszuwirken, dass ihr Musik-Stil mitunter als Metal (wenn auch mit weiteren Einflüssen) bezeichnet wird. Denn so erwartet der gemeine Metalhead etwas, das ihm wohl nicht geboten wird. Als Resultat findet man im Internet der Metaller das eine oder andere Review mit weniger guter Bewertung.

Natürlich ist der Sound etwas zu hart dafür, um nur als Grunge oder Rock bezeichnet zu werden – man sollte sich trotzdem eher aus dieser Richtung an die Musik der Kanadier aus Ontario annähern. Zudem würde ich auch Stoner Rock mit in die Genre-Liste mit aufnehmen wollen.
Die ganze Genre-Diskussion ist aber sowieso überflüssig, wenn man sich “The Nine” ganz einfach anhört – optimalerweise ohne Vorbehalte. Oder wie es der Harm-Gitarrist Mike Allen ausdrückt:

“People just want music they can get up and shake their asses to.”.

Stets mit starken Hooks tiefgestimmter Gitarren und groovendem Rhythmus ausgestattet, wird die Musik von Harm diesem Anspruch auch gerecht. Frontmann Steve Sharpen, der sich bei jedem Stück aufs Neue die Seele aus dem Leib schreit, aber auch ganz andere Facetten zeigt, macht einen großen Teil des Wiedererkennungswertes aus – auch wenn er streckenweise mal an Serj Tankian und mal an James Hetfield erinnert.

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Um sich einen ersten Eindruck vom Album zu machen lohnt es sich in die beiden Singles “Little Pariah” und “Another Conspiracy” und den Opener “The Salem Parade” zu hören. Der am stärksten wirkende Titel, und somit der Anspieltipp Nr. 1, ist aber “Argue and Grin”, zu dem das oben eingebundene Video erschienen ist. Er sticht aus den sonst recht ähnlich aufgebauten Songs etwas heraus.

Letztlich ist der Sound nicht wirklich neu und ihre Vorbilder, die von Soundgarden über Kyuss und Alice in Chains bis hin zu Tool und Pantera reichen, hört man teils gut heraus. Manch einer wird auch sagen, andere Bands haben schon das Gleiche, nur besser gemacht. Das ist sicher auch so.

Was das nun unter’m Strich macht? Ich würde sagen: die Jungs von Harm haben Potenzial und haben mit „The Nine“ ein gutes Album gebracht, das einfach Laune macht. Man wird aber auch das Gefühl nicht los, dass eigentlich mehr drin gewesen wäre.

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Über das besprochene Medium

Harm-The-Nine-Tribe-Online-Magazin
Harm
The Nine
(Frostbyte Media / Soulfood)

Über den Autor des Beitrags

Gerald

Gerald

Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.

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