Iggy Pop – Post Pop Depression

Als vor ein paar Wochen bekannt wurde, dass Iggy Pop in Zusammenarbeit mit Josh Homme von Queens Of The Stone Age ein Album veröffentlichen wird, war mein erster Gedanke „Hört sich vielversprechend an, wird aber hoffentlich nicht so schwer verdaulich wie Lou Reed/Metallica…“. Nachdem „Post Pop Depression“ – der Titel wird hoffentlich nicht irgendwann als der vorangekündigte Abgesang des Herrn Osterberg gesehen werden – schon seit ein paar Tagen zum Stream bereit stand, wurde schon deutlich, dass vorher genannte Befürchtung völlig unbegründet war. Ein Durchlauf des seit Freitag beim Tonträgerhändler des Vertrauens erhältlichen „richtigen Produkts“ verstärkt diesen Eindruck nicht nur, es wird vielmehr klar, dass hier mit neun songs in 41 Minuten ganz großes Kino erschaffen wurde.

Der Rock n‘ Roll des frühen Iggy verbindet sich unglaublich beeindruckend mit seiner späteren düsteren Solo-Phase, und perfekt im Einklang dazu harmonieren die Melodien, die Josh Homme aus seiner Gitarre zaubert. Letzterer hat „Post Pop Depression“ dann auch in leicht verzerrtem, Bass-lastigem Garagensound produziert. Die Aufnahmen fanden letztes Jahr, ergänzt durch Dean Fertita von Dead Weather und Matt Helders von Arctic Monkeys, in den kalifornischen Rancho De La Luna Studios statt.

Vom Opener „Break Into Your Heart“ bis zum abschließenden, sechsminütigen „Paraguay“ wird „PPD“ in keiner Sekunde langweilig, das Werk schreit ganz im Gegenteil direkt nach einem erneuten Durchlauf. In diesem Sinne: „I wanna rock and roll all night…„.Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

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Iggy Pop - Post Pop Depression - Tribe Online Magazin
Iggy Pop
Post Pop Depression
(Caroline / Universal Music)

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