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Kagoule – Urth

Einer Gruppe Jugendlicher, die möglicher Weise gerade noch im Teenageralter ist braucht man mit dem Begriff ‚Retro‘ nicht zu kommen. Kagoule sind sich wohl eher der Macht der Lautstärke bewusst als dass sie ein Lebensgefühl einer Zeit nachahmen wollen, in der sie noch nicht oder gerade mal erst geboren waren. Die Schulfreunde aus dem britischen Nottingham, Sänger und Gitarrist Cai, Sängerin und Bassistin Lucy und Drummer Lawrence, lassen es mit ihrem Albumdebüt ‚Urth‘ dementsprechend krachen.

Eine etwas eigentümliche Rhythmik, lakonischer Gesang, schrammelige Gitarrenwände: ‚Gush‘ beamt den Hörer tatsächlich zurück in die Anfang 90er. Dabei hatten Kagoule nach eigenem Bekunden bisher nichts von Fugazi oder gar Smashing Pumpkins gehört. Schwer zu glauben, gerade bei einen Song wie ‚It Knows It‘. ‚Empty Mug‘ ist dann eher eine knapp 1 Minute 20 andauernde straight-forward Attacke. Für gewöhnlich gehen die Briten ansonsten vergleichsweise vertrackt zu Werke, zwar blitzen immer wieder tolle Melodien durch, die Songs folgen aber mitunter etwas eigenwilligen Routen, ‚Urth‘ ist geradezu gespickt mit Tempo- und Rhythmuswechseln.

Da werden eben jene Assoziationen zum Grunge, Alternative- und Noise-Rock der 90er, zum Sound von Nirvana, Smashing Punkkins und auch den Pixies geweckt. Kagoule versuchen eben gar nicht erst, akustische Kosmetik, etwa mit modernen Produktionsmitteln oder gar Keyboards, zu betreiben. ‚Urth‘ kracht, scheppert und fiept an den richtigen Stellen.

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Über das besprochene Medium

kagoule
Kagoule
Urth
(Earache / Warner)

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Chris

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