Lausch – Quiet Men

Komplexe Architekturen, in denen alles an seinem Platz ist. Mehrere Ebenen mit filigran ausgestalteten Räumen, groben Wänden und kleinen Feinheiten. So könnte man die Songs auf dem neuen Album ‚Quiet Men‘ der Wiener Band Lausch bezeichnen. Von einer fundamentalen Unverständlichkeit eines von anderen ersonnen Werks kann aber bei allem Sinn für Ausschweifungen und Ausschmückungen kaum die Rede sein; was sperrig klingt wird durch ein feines Gespür für Melodien zugänglich gemacht. Dieses Rifftetris mit seinen Fills und rhythmischen Exkursen wusste schon auf dem Vorgänger ‚Glass Bones‘ zu überzeugen. Jetzt macht sich das Trio daran, den guten Eindruck noch zu toppen. Neu ist, dass die Refrains jetzt wirklich unerhört knallen, Singalong trifft auf Querschläger und mathematischen Zierrat. Der Gedanke an die schottischen Alternative-Rocker Biffy Clyro kommt manchmal ungebeten zu Besuch, wie etwa in ‚Through The Looking Glass‘, doch sind es hier vor allem die Hooks, die diese Assoziationen wecken. ‚Quiet Men‘ klingt ungemein inspiriert und einfallsreich. Sicher, es ist Rock, doch werden nicht lediglich immer neue Figuren aus denselben Klötzchen zusammengesetzt. Aus den scheinbar mühelos sprudelnden Ideen machen andere Bands drei Alben.

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Über das besprochene Medium

Lausch
Quiet Men
(Panta R&E / Rough Trade Distribution)

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Chris

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