Leash – We Need To Talk

Die Einleitung „Wir müssen reden“ bedeutet selten etwas Gutes. Die Berliner Leash haben ihr just erschienenes Albumdebut „We Need To Talk“ getauft, und darüber sollte man wirklich reden. Selbst bezeichnen Leash ihre Musik als Alternative Elektro Rock und sehen ihre Einflüsse unter anderem bei Bands wie Depeche Mode, Radiohead oder Muse. Dies ist auf „We Need To Talk“ so aber nicht auszumachen.

Mit gefälligem Indie-Rock startet das Album unaufdringlich, „Heatwave“ schrammelt munter und mit tollem Refrain, wie auch „Shipwrecked“. Mit der Single „Boys Are Bitches“ streift man dann die Bescheidenheit ab, erhebt Anspruch auf die Tanzflächen und Radiofrequenzen: Stampfende Beats, Synthiebass, catchy Refrain mit breiten Gitarren, hitverdächtig! Die Powerballade „Better Man“ wächst sich zu einer wahren Hymne mit ellenlangem Gitarrensolo aus. „Quicksand“ dagegen nimmt sich liebenswert schräg und ruppig aus. „Don´t Wanna“ ist ein treibender, fordernder Rocksong.

Leash sind musikalisch so leicht nicht zu packen, die Berliner fahren einen unglaublichen Ideenreichtum auf, lassen die Songs auf ganz verschiedene Weisen funktionieren, extrovertiert, zurückhaltend, opulent, minimalistisch. Das leidenschaftliche steht den Berlinern ebenso wie das zurückhaltende. Seit der EP im Jahre 2007 wurde es verdammt noch mal Zeit für das Albumdebut, das so gar nicht enttäuscht. Man findet seinen Platz irgendwo zwischen New Wave, Indie Rock und Synthie Pop.

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leash
Leash
We Need To Talk
(G-Records / Rough Trade)

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Chris

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