Mark Lanegan Band – No Bells On Sunday EP

Es vergeht eigentlich kein Jahr, ohne dass man etwas von Mark Lanegan gehört hat. Ob zu Beginn seiner Karriere mit seiner Band Screaming Trees oder später durch seine Kollaborationen mit under anderen Queens Of The Stoneage, Isobel Campbell, den Soulsavers, seinem Projekt The Gutter Twins oder seiner jüngsten Zusammenarbeit mit Moby. Die markant tiefe Stimme des Sängers, der dieses Jahr seinen fünfzigsten Geburtstag feiert, ist zweifellos gefragt.

Als Nachfolger zum letzten Solo-Album „Blues Funeral“ erscheint nun die EP „No Bells On Sunday“, quasi als Vorbote zum im Herbst erscheinenden neuen Album „Phantom Radio“. Musikalisch bleibt Lanegan bei der elektronisch-rockigen Klangästhetik. Opener „Dryed Ice“ hat mit seinem elektronischen Beat, dem Sample-Loop und der Gitarren etwas vom Sound von Depeche Mode oder den Editors, Krautrock meets Postpunk. Gediegener, schwelgerischer, mit flauschigen Synthiedecken geht es im Titelstück „No Bells On Sunday“ weiter, während „Sad Lover“ wieder von Beat und Gitarren vorangetrieben wird. „Jonas Pap“ ist eigentlich ein kompakter Folk-Song, dessen einfache Instrumentierung von oppulenten Streichern geradezu ertränkt werden. „Smokestack Magic“ schwurbelt psychedelisch daher und ist mit seinen 8 Minuten um mindesten 4 Minuten zu lange ausgefallen.

„No Bells On Sunday“ ist trotz der Längen zum Ende hin sehr gelungen, klingt ausgewogen und inspiriert. Da freut man sich doch auf das anstehende Album.

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Mark Lanegan Band
No Bells On Sunday EP
(Heavenly Recordings / PIAS)

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Chris

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