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Mayflower Madame – Observed In A Dream

Männer die auf Schuhe starren, reichlich Nachhall und eine zwielichtige Bar-Noir-Atmosphäre: Das Trio Maiflower Madame stammt aus Oslo. Nach der Debüt-EP ‚Into The Haze‘ (2013) und der im letzten Jahr erschienenen Single ‚Lovesick‘ liegt mit ‚Observed In A Dream‘ schließlich das erste Album der Norweger vor.

Mit ‚Confusion Hill‘ werden die Amps angeheizt, anfänglichem Feedback-Rauschen folgen gechillte Klänge, erlösen aus der Kakophonie. Die Gitarren gebändigt, der Gesang etwas abwesend, nahezu unbeteiligt. Eben Velvet Underground mit Schuhstarr-Sound, wie auch ‚Into The Haze‘: Die effekte-veredelten Gitarren schweben – typisch für das Album – wie die Glühwürmchen über den Songs. ‚Lovesick‘ selbst ist flotter im Tempo und erinnert an die Stimmung eines trostlosen Westerns. Psychedelischer, schrammeliger dagegen ‚Upside Down‘ und ‚Self Seer‘. ‚Weightless‘ mit seinen Keyboardapplikationen ist eingängiger, so etwas wie ein potentieller Single-Hit, mit faszinierendem Gitarren/Bass-Spiel und starkem Refrain. ‚Forever-The End Of Everything‘ bringt mit Feedback- und Lärmeskalationen zu Ende, was sich über das ganze Album ohne große Ausreisser durchs Halbdunkle schlängelt, franst, wie es sich für den finalen Track geziemt, aus.

Die Gesangsmelodien folgen meist nicht den eingängigsten Mustern, sind davon scheinbar aber auch nicht allzu weit entfernt. Die Musik von Mayflower Madame bleibt nahezu über die komplette Länge auf einem konstanten Level, leistet sich keine Ausbrüche, aber auch keine Untiefen. Shoegaze, angedunkelter Space-Rock, Psychedelica, Post Punk, whatever, auf jeden Fall abseits durchschnittlicher Hörgewohnheiten kann ‚Observed In A Dream‘ gerade durch seine Andersartigkeit überzeugen.

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Mayflower Madame
Observed In A Dream
(Night Cult Records)

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Chris

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