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Neuschnee – Bipolar

Es ist seltsam, im Hochsommer ein Album von einer Formation mit dem Namen Neuschnee zu besprechen, ganz so wie wenn man im September die erste Packung Lebkuchen im Supermarkt ersteht. „Bipolar“ erschien im Heimatland Österreich passender Weise bereits Ende letzten Jahres. Neuschnee ist Liedermacher Hans Wagner, unterstützt von einem Kammerorchester.

Musikalisch zeigt man sich weniger Jahreszeitgebunden. Kennt man Veröffentlichungen von Liedermachern meist als reduzierte „Ich und meine Gitarre-Produktionen“, so dringt Neuschnee in neue Sphären vor. Die nicht wenigen emotionalen Momente mit den Streichern oder sanfter Klavierbegleitung auszuschraffieren („Wolfmilch“) ist ein Kunstgriff auf „Bipolar“. Ambiente, elektronische Sprengsel gehören ebenfalls zur Ausstattung , verwoben mit Piano oder akustischen Gitarren („High“, „Bodenlos“). „Sag mir nicht“ treibt die Mixtur dann auf die Spitze, beginnt elektronisch, zackige Streicher, eine aufgedrehte Gitarre und Rapper Parkwächter Harlekin gesellen sich hinzu.

„Bipolar“ ist wahrlich ein Tanz im Epizentrum. Die Kombination aus Lyrik, Kammermusik, zeitgemäßer Elektronik und Alternative Rock, das Spiel von Leise bis Laut, unerhört!Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

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Über den Autor des Beitrags

Chris

Hört gerne Musik und redet/schreibt darüber.

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