Nightstalker – As Above, So Below

Tragische Helden gibt es in der griechischen Mythologie zuhauf. Und es erinnert ja schon ein bißchen an die Plackerei von Sisyphos, was der bereits 89 gegründete Band Nightstalker aus Athen in ihrem bisherigen Wirken widerfuhr. Da veröffentlichte man 1994, zu einer Zeit, als hierzulande gerade mal Kyuss einen gewissen Kultstatus erreicht haben, mit ‚Side FX‘ ein Album, auf dem im Grunde schon ein Sound vorherrschte, der erst Jahre später mit dem Erfolg von Monster Magnet kulminieren sollte. Es folgte Platte um Platte, den Reibach machten aber andere.

Ungeachtet dessen kommen die Griechen abermals mit einer neuen Produktion rum, ‚As Above So Below‘ ist also das sechste Studioalbum, auf dem Nightstalker genau jenen Sound auffahren, den sie im Grunde mitkreiert haben: Wuchtige Riffs der Black Sabbath Schule, mal treibend, mal schleppend. Die Songs mit viel Platz zum Spulen, die Pilze auf dem Cover sind ja nicht zur Zierde. Die Stimme von Frontmann Argy tönt dabei wie die klangliche Synthese aus Ozzy Osbourne und Dave Wyndorf, pendelt über alle Nuancen, wobei die Songs ‚Space Matter‘ und ‚Zombie Hour‘ die Skala begrenzen.

‚As Above So Below‘ ist mit seinem Groove, den Gitarrensolos und dem dröhnenden Psychedelic-Einschlag gut gemacht, geradezu ein Musterbeispiel für den modernen Stonerrock. Warum also nicht mal Nightstalker, etwas mehr Erfolg hätten sie allemal verdient.

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Nightstalker
As Above, So Below
(Oak Island Records / Cargo Distribution)

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Chris

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