Null Positiv – Amok

Nachdem das Erstlingswerk „Koma“ von uns (unser Review), wie auch von vielen Kollegen hoch gelobt wurde, sind die Erwartungen an das nun erscheinende Werk „Amok“ hoch. So ist die Herausforderung natürlich von Seiten der Band, nochmals einen „draufzulegen“, um das Niveau halten zu können. Ob dies gelungen ist?

Wie bereits bei „Koma“ beschrieben, erinnert die charakterstarke Stimme von Sängerin Elli Berlin stark an eine Mischung aus Doro, In This Moment, wie auch Arch Enemy. Frauen-Power ist also garantiert. Aber auch instrumental bietet die Band deutlich mehr als drei Akkorde. Also alles was eine gelungene Platte ausmacht. In ein Genre lässt sich die Band sehr schwer einordnen. Es wäre sicherlich auch falsch, die Band in eine „Schublade“ zu stecken. Zwar bietet auch „Amok“ viele Elemente, die an den Core wie auch Death Bereich erinnern, aber irgendwie sind sie auch komplett anders. Das liegt vermutlich an dem gekonnten Wechsel aus cleanem Gesang, Screams und Growls, die Elli in den Songs liefert. Beeindruckend was diese Frau gesanglich leistet.

Der deutlichste Unterschied zwischen „Koma“ und „Amok“ ist, dass die Platte nochmals einen Tick härter und aggressiver wirkt. So trägt der Silberling den Titel „Amok“ zu recht. Jedoch muss angemerkt werden, dass der gleichnamige Titel, subjektiv betrachtet, zu den schwächsten Stücken des Werkes zählt. So bietet beispielsweise die zweite Vorab-Veröffentlichung „Trauma“ deutlich mehr Raffinesse. „Trauma“ baut sich deutlich besser auf und wird zu einem richtigen Brett! Dagegen geht Amok zu schnell in die vollen und erinnert zu stark an ein „Standard“-Metalcore-Titel. Aber das ist sicherlich Meckern auf hohem Niveau!

Besonders stechen noch Stücke wie „Neue Matrix“, „Als ob wir Götter wären“, „Turm der Angst“ oder „Rabenhaar“ heraus. Beide zuletzt genannte Titel sind mit Abstand die ruhigsten Titel des gesamten Albums und repräsentieren die Clean-Vocals von Elli sehr gut. Dagegen ist beispielsweise der Song „Als ob wir Götter wären“ der düsterste Song des Albums.

Auf dem ganzen Album ist thematisch ein roter Faden zu erkennen, welches sowohl inhaltlich wie auch durch die Namen der Titel zu erkennen ist. „Amok“ ist ein gelungenes Werk, dass sich nicht hinter seinem Vorgänger verstecken muss. Wieder hat es die Band geschafft, ein Album zu kreieren das inhaltlich ansprechende Texte mit gekonnten musikalischen Raffinessen bietet. Die beiden Werke zu vergleichen, fällt zudem auch schwer, da diese doch recht verschieden sind. Man kann also weiterhin gespannt sein, was man von dieser Band noch so in Zukunft sehen und hören wird. Wir freuen uns auf alle Fälle schon auf den Auftritt bei „Rock am Stück 2019“.Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

Über das besprochene Medium

Null Positiv Amok
Null Positiv
Amok
(Triple Base)

Über den Autor des Beitrags

Adrian

Macht mit viel Leidenschaft Fotos von Konzerten und hört am liebsten deutschsprachige Musik.

Weitere Beiträge des Autors - Website

Follow Me:
Facebook

Über Adrian

Macht mit viel Leidenschaft Fotos von Konzerten und hört am liebsten deutschsprachige Musik.
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.