Null Positiv – Koma

Null Positiv ist eine Metal-Band, die sich schwer in ein Genre einordnen lässt. Frontfrau Elli Berlin und Co. schaffen es, mit ihrem Debüt-Album „Koma“ Sparten aus den Bereichen Heavy-Metal, Nu-Metal bis hin zu Core abzudecken. Das besondere an der Band ist wohl, dass sie deutschsprachige Texte in Kombination mit weiblichem Gesang kombinieren. Klar ist deutschsprachige Rock- und Metalmusik nichts Neues, war aber bis dato eine reine Männer-Domäne.

Doch wie lässt sich die Art des Gesangs von Sängerin Elli Berlin am besten beschreiben? Eine genaue Definition dafür gibt es vermutlich nicht, aber eine Kombination aus Growls á la Alissa-White Gluz von Arch Enemy und ein bisschen Maria Brink von In This Moment trifft es vermutlich am besten. Das, gepaart mit groovigen Gitarren und ordentlich Drum-Power, macht den Sound von Null Positiv im deutschsprachigen Raum einzigartig.

Doch kommen wir zu den einzelnen Songs des 12-Tracks umfassende Erstlingswerk: Eröffnet wird das Album mit dem bereits als Videoclip veröffentlichten Stück „Unvergessen“. Musikalisch erinnert der Titel stark an einen typischen Core-Sound und der Hörer bekommt den Eindruck, dass es sich hierbei um eine neue Core-Band handelt. Doch weit gefehlt, direkt das darauffolgenden Stück „Koma“ zeigt, wohin die Reise geht. Wer die EP „Krieger“ bereits sein Eigen nennen kann, der glaubt den Song zu kennen, doch sowohl Koma, als auch andere bereits bekannte Stücke wurden nochmals „neu justiert und optimiert“. Nach groovigen Gitarrensound eröffnet Sängerin Elli das Werk mit der Shouts-Zeile: „Die Ruhe vor dem Sturm ist längst vorbei“. Eine klare Ansage! Hier zeigt sich aber direkt, was Elli gesanglich bietet. Eine gekonnte Abwechslung aus Clean-Vocals und Shouts ergeben die richtige Dynamik. Doch will ich an dieser Stelle nicht zu viel vorwegnehmen und auf jedes Detail und jeden Song eingehen.

Ein paar Worte des Lobes soll es dennoch zu diversen Stücken geben, die den Charakter der Band bzw. das Alleinstellungsmerkal gut repräsentieren. Gerade der Song „Krieger“ zeigt die musikalische Vielfalt der Band ziemlich gut. Dieses Stück ist zwar überwiegend „Clean“ gesungen, hat dennoch eine gute Mischung aus Groove-, Nu-Metal- wie auch Core Elementen. Doch auch elektronische Effekte auf der Stimme runden den Song perfekt ab. Auch sehr interessant ist „Monster“, welcher etwas an In This Moments’s -„Sex Metal Barbie“ erinnert. Gerade hier sind die Growls sehr tief, werden aber mit gutem Clean-Vocals kombiniert. Dennoch musikalisch der düsterste Moment auf dem Album. „Wo Rauch und Feuer ist“ ist nicht nur das längste Stück mit über sieben Minuten Spieldauer, sondern auch der ruhigste Track des gesamten Albums. Hier kommt die Stimme sehr gut zur Geltung, welche mit fast schon symphonischen Elementen unterstrichen wird.

Fazit: Wer seinem Gehör neue abwechslungsreiche Töne zu Gemüte führen möchte, der macht mit „Koma“ alles richtig. Ein würdiges Debüt das auf eine spannende Zukunft der Band hoffen lässt.

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