Peer – Galaktika

Aus Berlin stammt die Band Peer, die sich um den Musiker und Journalist Peer Göbel schart. 2007 gegründet erschien das Debütalbum „Wir sind Peer“ 2010. Mit „Galaktika“ kommt nun der von Sven van Thom (Tiere streicheln Menschen) produzierte und per Crowdfunding finanzierte Nachfolger. Die erfolgreiche Startnext-Kampagne verdankt Peer wohl auch Bands wie Ja, Panik, ClickClickDecker, Herrenmagazin, die mit einem Video gehörig Werbung für die Berliner betrieben.

Bei Peer handelt es sich um wahre Ästheten. Schon alleine das sehr schöne Cover, eine Zukunftsvision des französischen Illustrators und Autors Albert Robida aus dem Jahre 1882, ist eine ausgezeichnete Wahl. Musikalisch versprüht „Galaktika“ ebenso altmodischen wie opulenten Bigband-Indie-Charme, die klassischen Gesang-zur-Gitarre-Songs werden mit Piano, Bläser, Streicher und Chören ordentlich untermauert (Beispiel: „Fertig ist der Lack“).

Lyrisch präsentieren Peer pointierte Eindrücke in das Leben eines Liedermachers, der seine Ansichten, Beobachtungen und Alltagsbegegnungen so vortrefflich in Lyrik kleidet dass Zeilen wie „…lass uns zufrieden mit der Kleinheit Deiner Welt“ (Song „Newton“) der Band nicht selbst auf die Füße fällt. Und hat man jemals einen unverfroreneren Grund zum Spontanverkehr gehört als „wir werden alle alle sterben und deshalb will ich Dich heute noch sehen“ im Song „Alle alle“ mit seinen lässigen Pfeifern? Spätestens wenn den geneigten Hörer bei „… und wenn der Schrank umfällt sind wir noch lange nicht tot“ ein wohliger Schauer aus Kindheitserinnerungen an einen eigentlich dürftigen Witz über den Rücken huschen, dann haben Peer gesiegt (Song: „Fertig ist der Lack“).

Kammerpop, Singer-/Songwriter, Indie; ob musikalisch oder wegen dem lyrischen Gehalt: Peer liefern mit „Galaktika“ exquisite Vollkost, die man in solcher Tiefe selten zu Gehör bekommt.

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Peer
Galaktika
(Sitzer Records / Broken Silence)

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