Sons Of Raphael – A Nation Of Bloodsuckers

Muss man sich selbst opfern um nicht Anderen zu schaden? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Brüder Loral und Ronnel Raphael unter anderem auf ihrem ersten musikalischen Erzeugnis, der EP ‚A Nation Of Bloodsuckers‘, die vier Songs umfasst. Der Titelsong, für den zu dieser Thematik auch ein eindrucksvolles Video gedreht wurde, ist ein gemächlicher Walzer, der mit breitem, elektronischem Orchester, Chor, Gitarre und der Stimme von Ronnel Raphael – ungefähr in der Stimmlage von John Gourley (Portugal. The Man) – daherkommt. ‚Rio‘ mit seinen bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Gitarren und dem rotzigen Gesang hält nichts von dieser Gediegenheit und drischt dagegen als punkiges Antidote forsch voran.

Sons Of Raphael bewegen sich auf der Debüt-EP ‚A Nation Of Bloodsuckers‘ musikalisch jenseits der ausgetretenen Pfade. Man schwelgt im Titelsong nur Ausnahmsweise in Opulenz, eher reduziert man sich wie in ‚Jesus‘ auf eine lärmende E-Gitarre, wenigen Keyboardzierrat und die Stimme und spendiert höchstens noch wie in ‚Eating People‘ eine Drummachine – den Möglichkeiten eines Duos entsprechend. Dabei wurde auch nicht vordergründig auf Hit getrimmt, die Songs wirken vielmehr durch ihre eigensinnige Beschaffenheit, die Lyrik und das illustre Aufreten der Brüder für sich. Man darf gespannt sein, wie sich Sons Of Raphael auf Albumlänge präsentieren.

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Sons Of Raphael
A Nation Of Bloodsuckers
(Because Music / Universal)

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Chris

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