Stone Broken – Ain’t Always Easy

Das Debütalbum (“All In Time”, 2016) haben die vier von Stone Broken noch aus eigener Tasche gestemmt. Für den nun erscheinenden Nachfolger “Ain’t Always Easy” wurde die Band aus der Nähe von Birmingham allerdings beim finnischen Universal-Ableger Spinefarm unter Vertrag genommen. “Huge sound, big choruses, arena rock”, so beschreiben Rich Moss (Gesang/Gitarre), Chris Davis (Gitarre/Gesang), Kieron Conroy (Bass) und Robyn Haycock (Drums) ihre Musik kurz und knapp. Und das trifft tatsächlich ziemlich passend, was einen auf “Ain’t Always Easy” erwartet.

Huge sound” bedeutet im Detail mitunter aggressiv rockende Gitarren, treibende Riffs, sowie hier und da eingestreute Soli, allerdings auch, dass es sich um derlei Rock handelt, der sehr glatt, aufgefüllt und ausgefeilt produziert klingt — wie auch immer man das für sich bewertet. Dass die Band, obwohl sie teils recht dicke Bretter bohrt, viel Wert auf eingängige Hooks und Radiotauglichkeit legt, soll das “big choruses” andeuten. Und das Label “arena rock” verrät schließlich, dass so manches Stück ziemlich großformatig daherkommt und am liebsten auf den großen Bühnen gespielt werden will.

Youtube-Video per Klick auf das Bild laden. Davor bitte die Datenschutz-Hinweise im Impressum beachten!
Lyric-Video zu “Worth Fighting For”

Nach UK hört sich das Ganze dabei irgendwie so gar nicht an. Vielmehr nach dem weiten Amerika und einem passenden Soundtrack für einen lässigen Roadtrip über endlose, staubige Highways. Hin und wieder kommen Black Stone Cherry als einer der Einflüsse zum Vorschein. Am einfachsten kann man sich dem Stil gedanklich wohl aber über einen Vergleich mit Nickelback oder 3 Doors Down nähern.
Die elf Songs behandeln, in textlich eher direkter Art und Weise, Themen wie Heimweh (“Home”), Verlust (“Anyone”) oder “Du kannst alles erreichen” (“I Believe”), aber auch Ernsteres wie häusliche Gewalt (“Heartbeat Away”; allerdings nicht, wie möglicherweise anzunehmen, mit dem Opfer mitfühlend, sondern eher wütend dem Täter drohend) oder Sucht (“Just a Memory”) und reichen musikalisch von recht deftigem Rock (“Worth Fighting For”), über Mid-Tempo (“Anyone”) bis hin zu Balladenähnlichem (“Home”).

Insgesamt ist das alles gut gelungener, wenn auch weitgehend unverfänglicher Rock ohne Ecken und Kanten. Wer mit Radio- und Stadion-Rock zurecht kommt und von einer Rockplatte nicht unbedingt erwartet, dass sie ungehobelt klingt, nach Schweiß riecht und möglichst live aufgenommen wirkt, der sollte “Ain’t Always Easy” durchaus mal ein Ohr schenken.Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

Über das besprochene Medium

Stone Broken
Ain’t Always Easy
(Spinefarm / Universal Music)

Über den Autor des Beitrags

Gerald

Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.

Weitere Beiträge des Autors - Website

Über Gerald

Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.[BR] Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.