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Subway to Sally – Mitgift

„Mördergeschichten“ – Der Untertitel dieses Albums spricht bereits Bände. Was das Lyrische, sowie das Musikalische angeht. Die Texte handeln von Mordfällen aus dem 5. Jahrhundert, die musikalisch so in Szene gesetzt werden, dass man an der Grausamkeit der Taten gar nicht mehr zweifeln mag. Eric Fischer, der Sänger von Subway to Sally, singt manchmal aus der Perspektive eines neutralen Beobachters, manchmal aus der Perspektive des Opfers, aber manchmal auch aus der des Täters, und gerade diese ist so interessant und verschafft mir Respekt vor den Schreiberlingen von StS! Man kann richtig spüren, wie der Mörder vielleicht psychisch nicht mehr ganz da ist, oder wenn es seine Affekttat ist. Diese Lieder hören sich an, wie ein Blick ins Hirn eines Mörders.
Mitgift ist das härteste und „dunkelste“ Subway to Sally Album, das der Schreiberling dieser Zeilen je gehört hat. Man muss den Wandel, den Subway to Sally seit einiger Zeit vollzieht, mögen. Aber sie bleiben ihrem Wandel treu und ziehen ihn wirklich durch. Die neuen Songs sind allesamt sehr eingängig, dem Nicken im Takt ist fast unmöglich zu widerstehen.

Obwohl dieses Album sehr „hart“ ist, sind sich Subway to Sally treu geblieben, die schönen Melodien durch Drehleier, Geige oder Flöten sind auch in diesem Album erhalten geblieben und bestimmen trotz allem das Gesamtbild des Liedes. Mitgift ist insofern innovativ, da dieses Album den Klang von Gitarren, von Flöten aber auch von elektronischer Musik verbindet. Bei einzelnen Liedern gibt es Anleihen aus Electro-Genren wie zum Beispiel Dubstep, besonders gut hört man solche Anleihen bei der Single-Auskopplung Schwarze Seide.

Auf dem ganzen Album gibt es kein Lied, das wirklich so gar nicht gefallen mag. Manche gefallen aber natürlich trotzdem besser: Dazu gehören „Grausame Schwester“, in diesem Lied spielt das lyrische Ich des Liedtextes einen unsichtbaren Beobachter, wie eine Frau ihre schöne Schwester aus Eifersucht von den Klippen wirft, und wie dieser „Mordfall“ dann aufgeklärt wird, sowie auch „Arme Ellen Schmitt“, ein Lied mit absolutem Ohrwurmfaktor.

Alles in Allem, ist „Mitgift“ ein wirklich empfehlenswertes Album!

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