Zynic – Blindsided

Seit 2008 musiziert HP Siemandel unter dem Namen Zynic. Das erste Album „Firewalk With Me“ erschien 2011. Produziert wurde das Debut bereits von Szene-Größe Olaf Wollschläger, bekannt durch seine Arbeit mit Bands wie Mesh oder In Strict Confidence.

Mittlerweile liegt der Nachfolger „Blindsided“ vor. Charakteristisch für das neue Album ist der sanfte, gefühlvolle Gesang, das Gespür für tolle Melodien und der weitestgehend synthetische Sound. Elektronisch klimpernd und mit Metronom bringt sich Opener „Escape Artist“ in Stellung, um dann mit dezentem Beat und sehr poppiger Ausrichtung an den Synthiepop von OMD anzuknüpfen. „Dead End“ legt dann gleich noch mal ne Schippe drauf, mit pumpendem Rhythmus und etwas angedunkelter Stimmung liefert man schon mal einen potenziellen Clubhit. „Paradise Falls“ sticht mit der Harmonika-Imitation etwas hervor – der Mann traut sich was! Die Elektro-Piano-Ballade „Cardiac Arrest“, die zudem mit etwas Gitarre angereichert wurde, gehört zum mitreissendsten, was das Album zu bieten hat. Da kann man dann auch das – musste das wirklich sein(?) – Don-Henley-Cover „Boys Of Summer“ verzeihen.

Siemandel beherrscht die Disziplinen, vom tanzbaren Stampfer bis hin zur Ballade. „Blindsided“ klingt in seiner Gesamtheit sehr gefällig, bietet einen interessanten Kontrast vom melodischem Wohlklang zu den meist dunklen Themen seiner Lyrik.Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

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zynic
Zynic
Blindsided
(Conzoom Records)

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Chris

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