Konzertbericht: Steel Panther – 08.02.2018 – LKA Longhorn Stuttgart

Am Schmotzigen Donnerstag ist man im Südwesten Deutschlands normalerweise auf der Fastnacht unterwegs, das war eventuell auch der Anlass für die Verlegung des Konzerts von der Porsche Arena in das LKA. Aber Adrian und mich hat es dennoch zu Steel Panther nach Stuttgart gezogen.

Die aus LA stammende Glam Metal Band ist 2018 auf ihrer „Lower The Bar Tour“ rund um die Welt unterwegs und macht für vier Clubkonzerte und eine Open Air Show in Deutschland halt.

Der erste Eindruck

Eine lange Schlange hatte sich bereits vor dem LKA Longhorn gebildet, als wir kurz nach dem Einlass, auf der Suche nach einem Parkplatz, vorbei gefahren sind. Nachdem wir die Halle nach kurzer Wartezeit betreten hatten kam uns direkt eine Hitzewelle entgegen, da das LKA bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die lockere und gelöste Stimmung ließ sich nicht nur auf das strömende Bier sondern auch auf die Vorfreude auf das anstehende Konzert zurückführen.

Das Publikum

Fans jeden Alters und Geschlechts hatten ein Ticket für die Show von Steel Panther ergattert. Es war jedoch zum Teil schwer, das männliche vom weiblichen Publikum zu unterscheiden, da sich einige Fans dafür entschlossen hatten, ihren Hintern in eine hautenge Leggings zu zwängen. Zudem wurden zur Vorbereitung der Frisuren, nicht nur bei Steel Panther, etliche Dosen Haarspray verwendet. Wahrscheinlich hätte man eine solche Vielzahl an geschminkten Männern außerhalb der Fastnachtszeit nicht auf dem Konzert angetroffen.

Fozzy

Die Support-Band Fozzy eröffnete den Abend mit dem Black Sabbath Titel „War Pigs“ als Intro. Danach folgten eigene bekannte Titel wie „Judas“ und „Painless“. Rich Ward surfte bei „Drinkin with Jesus“ ausgelassen und Gitarre spielend durch die Menge und lies sich feiern. Das Augenmerk des Publikums lag aber beim Frontman Chris Jericho. Seine Profi Wrestling Karriere hat ihn zu einem wahren Bühnentalent gemacht. Nach ein paar weiteren Titeln war Michael Starr neben der Bühne aufgetaucht, um sich die Band aus nächster Nähe anzusehen. Viele Zuschauer kreischten und jubelten ihm zu als er ihnen aufgefallen war und er winkte und lächelte zurück.

Steel Panther

Nach einem kurzen Umbau der Bühne leitete Steel Panther unter tosendem Applaus und einer kreischenden Menge ihre Show mit „Eyes Of A Phanter“ ein. Nach „Goin In The Backdoor“ fand die erste Comedy Einlage der Band statt, bei der wieder alle Klischees der Rockstars auf die Schippe genommen wurden. Die Band forderte das weibliche Publikum immer wieder erfolgreich zu etwas Freizügigkeit auf. Satchel erzählte von seiner letzten weiblichen Errungenschaft, welcher er den Tour-Bus von innen gezeigt hatte, während sich Lexxi liebevoll mit einem Spiegel um sein Make-Up kümmerte und eine weitere Schicht Haarlack auf seine sowieso schon steinerne Mähne sprühte. Vor „Asian Hooker“ liess sich die Band durch Satchel zu einem kurzen Cover von Ozzy Osbourne  „Crazy Train“ verleiten.

Nach dem letzten Akkord von „Poontang Boomerang“ räumte die Band zur Halbzeit des Konzerts die Bühne. Lediglich der Gitarrist blieb zurück und bewies beeindruckend was für ein begabter Musiker und Künstler er ist. Er coverte Titel von Black Sabbath, den Scorpions und Metallica, wobei er für gewisse Abschnitte zusätzlich Teile des Schlagzeugs, wie zum Beispiel die Base-drum, spielte.

Im Anschluss an das ausgiebige Solo kehrte die gesamte Band wieder mit „That´s When You Came In“ auf die Bühne zurück. Dann wurden sämtlich weiblichen Zuschauer aus der ersten Reihe auf die Bühne gebeten und die Bandmitglieder bezirzten während „17 Girls in a Row“ jedes einzelne Mädchen, das die Stage betreten hatte. Bei „Gloryhole“ hat es schlussendlich den letzten in der Halle überkommen und er musste lauthals mitsingen. Mit der Zugabe „Community Property“ beendete Steel Panther den Abend.

Als wir die Halle total verschwitzt und euphorisiert verlassen hatten waren wir uns einig, dass wir auf jeden Fall wieder eine Show von Steel Panther besuchen werden.

Text: Marvin Otec | Fotos: Adrian Sailer

Mehr Fotos gibt es auf SailerWatchBlog.de

Setlist:

  1. Eyes Of A Phanter
  2. Goin‘ in the Backdoor
  3. Crazy Train (Ozzy Osbourne cover)
  4. Asian Hooker
  5. Tomorrow Night
  6. Wasted Too Much Time
  7. Poontang Bommerang
  8. Guitar Solo
  9. Party All Day (Fuck All Night)
  10. That´s When You Came In
  11. Weenie Ride
  12. 17 Girls in a Row
  13. Gloryhole
  14. Death To All But Metal
  15. Community Property (Encore)

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