Frei.Wild – Sick Arena Freiburg 2018

Zum ersten Mal in der Band- und Fan Geschichte tragen die vier Deutschrocker aus Südtirol eine Show in Freiburg aus – von den Fans in der Gegend lange erwartet, für die Gegner ein gefundenes Fressen.

Der Abend des 28. April 2018 soll sich als Highlight für alle Anhänger aus Südbaden, dem 3-Länder Eck und weiter Ferne, erweisen.

Im Vorfeld

Erneut haben wir von Tribe Online uns mit dem Thema Frei.Wild auseinandergesetzt. Das erste Mal, dass die Debatte um die Band in unserer Stadt stattfindet. Wie wir in allen Reviews und Konzertberichten bis dato berichteten, können wir bei dieser Band keinerlei rechte Gedanken feststellen. Dabei sei auch angemerkt, dass wir dieses Thema bei uns im Team schon mehrmals ausführlich besprochen haben und ja, es gibt bei uns genügend Leute im Team, die die Musik der Südtiroler bescheiden finden. Dennoch sind wir alle der Meinung, dass es sich hier um keine rechtsoffene Band handelt. Des Weiteren möchten wir an dieser Stelle nochmals an die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien verweisen. Diese Prüfstelle ist ausschlaggebend, ob Musik öffentlich zugänglich gemacht wird, oder eben anhand extremistisches Gedankengut auf den Index gesetzt wird. Und genau das war noch nie bei Frei.Wild der Fall! Somit sind Aussagen wie Grauzonen-Musik etc. bereits längst hinfällig.

Auch das „Interview“  zwischen der Badischen Zeitung und Simon Waldenspuhl (JPG-Freiburg) (Link) zeigt, dass verzweifelt nach einem Feindbild gesucht wird Hier wird auch auf den immer gleichen Zug der Copy+Paste Funktion, die immer gleichen Thesen aufgestellt, ohne jeglichen neuen Erkenntnissen .

Da es sich zudem bei der JPG um eine demokratische Vereinigung handelt, sollten diese ebenso wissen, dass Demokratie nur funktioniert und gelingt, wenn man sich mit der Opposition (in diesem Fall – Frei.Wild) sachlich auseinandersetzt. Durch die Absage der JPG an die Offenheit von seitens Philipp Burger für ein Gespräch, kann keine sachlich, demokratische und gesellschaftlich nützliches Fazit gezogen werden. Auch spricht Simon Waldenspuhl davon: „Wir sind Anti-Freiwild. Das schlimme an Freiwild ist nicht, dass es die Band gibt, das schlimme ist, dass so viele Menschen auf die Konzerte gehen.“ (Quelle: Fudder/BZ 26.04.2018)

Dieser Satz zeigt eindeutig, dass er genau zu dem wird, was er eigentlich bekämpfen möchte. Mehrere hunderte Menschen eine Gesinnung zuzuordnen ist tendenziös und zeigt hier, was ein Anti-Demokrat ist.  Demokratie kann nur funktionieren, wenn es Menschen/ Gruppen gibt, die eine andere Meinung vertreten und darüber sachlich diskutiert werden kann. Ausgrenzung von anderen Meinungen / Menschen ist nichts weiter als eine verzerrte bis kranke Weltanschauung.

Die Crowd

Wie gewohnt pilgern Frei.Wild Fans von überall in Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz und natürlich Südtirol zu den Konzerten. Besonders aber diesmal: Zum ersten Mal spielt Frei.Wild in Freiburg. Viele Fans aus der Region haben darauf lange gewartet.

Aber auch alle Gegner und Kritiker hatten wieder mächtig damit zu tun, ihre Meinungen und ihre Abneigung gegen die Südtiroler kund zu tun. Unsachlich gestaltete Plakate („Band der Vollidioten“) zieren einige Ecken der Stadt. Aus Frei.Wild Sicht aber ohne jeglichen Erfolg. Die Stimmen der Fans, der Band und Sympatisanten sind wie gewohnt lauter, stärker und auch objektiver.

Die Location

Als Austragungsort dieses Tourneeabschlusses dient die Sick Arena auf dem Messegelände. Schon vor dem Einlass wird beim Anblick der gefühlt hundert Meter langen Schlangen klar: Das wird eng!

Und das wird bestätigt. Die Halle ist bis zum Anschlag gefüllt. Vor Ort sind sichtlich mehr Besucher, als bei den meisten Konzerten, von denen wir bis dahin aus den selben Räumlichkeiten berichtet haben. Laut Band kann die Menschenmasse in dieser doch eher kleinen Location aber locker mit denen in größeren Hallen der Tour mithalten.

Die Vorbands

Begleitet wurde an diesem Abend die Südtiroler von den beiden Deutschrock-Bands Rockwasser und Goitzsche Front. Während sich bei Rockwasser die meistens Fans noch an den schier endlosen Schlangen der Getränkestände die Zeit vertrieben, konnte die Front in der Manier von „Der Osten Rockt“ sich beim Publikum durchaus beweisen und die Crowd für das eigentliche Highlight des Abends einstimmen. Die Frei.Wild Gegner kamen an diesem Abend auch nicht in den Genuss der Fuck Nazis Shirts die unteranderem der Drummer von Goitzsche Front trug.

Die Band

Die vier Jungs rund um Frontmann Burger liefern wie immer eine energiegeladene Show vor einer aufwendig konstruierten Bühne: Lichteffekte, LED-Screens, Pyros und als Highlight der Steg ins Publikum. Trotz der einmonatigen Tour, die die Südtiroler nun hinter sich haben, ist von Müdigkeit nichts zu spüren. Wenngleich sich die Band aber auch auf die darauffolgende Pause freut, so Burger: „Wir freuen uns, unsere Lieben wieder in die Arme schließen zu können“.

Die Setlist

Die Setlist wird neben Dauerbrennern, wie „Wir reiten in den Untergang“, „Südtirol“, „Land der Vollidioten“, „Unvergessen, Unvergänglich, Lebenslänglich“ oder „Wir brechen eure Seelen“, vor allem von aktuellen Songs geprägt.

Einleiter ist der Titelsong des neuen Albums: Rivalen und Rebellen. Vollendet wird mit „Antiwillkommen“, „Wir bringen alle um“, „Herz schlägt Herz“ „Fick dich und verpiss dich“, „Und ich war wieder da“ und viele mehr.

Die Highlights

Eines steht an diesem Abend schnell fest – Es ist ein Konzert voller Highlights: Die Premiere in Freiburg, das Finale der Tour, die verzweifelten Gegner, die sich gegen die Frei.Wild Gemeinde in dieser Stadt nicht durchsetzen können.

Doch auch musikalisch sind einige Extras geboten. die unter die Haut gehen:  ein gelungenes Gastspiel der Südtiroler Sängerin Tanja mit „Verbotene Liebe, verbotener Kuss“ und ein wundervolles Duett mit Magdalena, ein treuer Fan aus dem Publikum, die Burger spontan und ungeprobt auf die Bühne bittet. Einfach eine perfekte Mischung aus Rock, Gefühl und Liebe.

Fazit

Der erste Besuch der Band im südbadischen Freiburg schreibt Geschichte und ist ein voller Erfolg. Die prall gefüllte Halle, die lautstarken und treuen Fans, die Verbundenheit zwischen Publikum und Band.

Das zeigt: Freiburg ist Frei.Wild!

Wir hoffen auf ein Wiedersehen in Freiburg, hoffentlich aber in einer größeren Location.

 

Text: Marco Bölling | Adrian Sailer
Fotos: Adrian Sailer

 

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