Die Apokalyptischen Reiter – Tief

Mit dem Doppelalbum „Tief.Tiefer“ bringen Die Apokalyptischen Reiter (DAR) am 30.05.2014 ihr neues Album raus. In den folgenden Zeilen möchte ich zu den einzelnen Liedern des Albums „Tief“ etwas schreiben und dann auch noch meinen allgemeinen Eindruck nennen. (hier unser Review zum zweiten Teil)

Fangen wir mit dem ersten Titel des Albums an: „Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit“. Leider sagt mir da die Audiobearbeitung des Gesangs von Fuchs absolut nicht zu. Er klingt wie durch alte Lautsprecher. Dass dieser Effekt beabsichtigt war und was die Absicht dahinter ist, ist klar. Sobald der Gesang im Refrain aber dann in den klaren Gesang von Fuchs wechselt, ändert sich der gesamte Eindruck des Liedes, es ist sehr kraftvoll und eingängig, so wie man das von DAR gewöhnt ist. Die musikalische Qualität steht außer Frage, das Lied ist sehr stimmig.

Der zweite Titel „Wir“ klingt stellenweise etwas flach, als würde im Hintergrund etwas fehlen (zweite Gitarre/Pianospur). Aber dennoch ist die Melodie sehr eingängig. Man kann sich auch sehr gut vorstellen, dass dieses Lied live sehr, sehr gut klingt, denn der Kopf nickt einfach von selbst mit. Dieses Lied zeigt eindeutig, über was für ein gesangliches Spektrum Fuchs verfügt.

„Wo es dich gibt“ klingt am Anfang sehr nach einer ruhigen Ballade, mit einem schönen Text. Das Lied baut sich nach und nach auf – Piano, Gesang, Gitarren, Schlagzeug und dann ein sehr schöner und kraftvoller Refrain. Das Lied ist eine für die Reiter typische „harte“ Ballade, es gefällt sehr gut!

Die zweite Videoauskopplung aus dem Album „Was bleibt bin ich“ rockt auf seine eigene Art & Weise. Es klingt funky, in diesem Lied spielt der Bass die Hauptlinie des Liedes, die Gitarren übernehmen diese Rolle erst im kraftvollen Refrain, der von Fuchs wieder gescreamt und gesungen wird. Dieses Lied ist definitiv auch ein Lied für die Bühnen.

Der nächste Song „Ein leichtes Mädchen“ gefällt mir besonders wegen dem wiedermal sehr schönen und „tiefen“ Text. Die Musik passt super zu dem Lied und klingt stellenweise entfernt orientalisch.

Wie bekannt, haben die Reiter auf fast jedem Album ein Lied, dass größtenteils nur aus dem Piano/Keyboard von Dr. Pest besteht. Diesmal heißt das Lied „Ein Vöglein“. Es ist, wie man sich ja bei diesem Titel denken kann, ein sehr ruhiges Stück, das von Dr. Pest und Fuchs im Duett gespielt bzw. gesungen wird.

„Es wird Nacht“ beginnt mit einem treibendem Schlagzeug-Rhythmus und baut sich im Verlauf zu einem sehr schön klingenden Lied auf. Der Refrain klingt sehr voll und kraftvoll, der Text ist wiedermal sehr gut.

Der achte Titel der Platte „Die Wahrheit“ ist wieder ein sehr rockiger Titel, der voller Energie steckt und mir sehr gut gefällt.

Die Reiter können rockige Titel immer noch, obwohl ihnen von so manchem alten Fan vorgeworfen wird, dass sie sich zu sehr verändert haben. Das zeigen die Titel „2 Teufel“ und „Die Welt ist tief“. Der letztere fällt vor allem mit seinem schnellen Tempo auf.

Der letzte Titel von Tief „So fern“ ist wieder ein etwas ruhigerer Song und rundet damit das Album treffend ab, das von vielen verschiedenen Klängen geprägt ist. Die Reiter selbst sagen, dass man sie mit diesem Album endgültig in keine Schublade mehr stecken kann. Da muss ich ihnen vollkommen zustimmen. Sie sind keine harte Metalband, aber auch keine Popsternchen. Dieses Album einer Schublade zuzuordnen, fällt mir extrem schwer. Es ist de facto nicht möglich.

„Tief“ ist ein sehr gelungenes Album, das bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlässt.

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Über das besprochene Medium

Das Albumcover
Die Apokalyptischen Reiter
Tief
(Nuclear Blast / Warner)

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