Oddjobmen – Urban Focus

Odd Job ist der Name einer Figur, die als Handlanger im James Bond Film Goldfinger auftaucht. Ob dies aber wirklich etwas mit der Namensgebung der erst Ende 2012 gegründeten Band Oddjobmen aus Berlin zu tun hat ist eher fraglich. Das Quintett, Sänger und Gitarrist Nico Kozik, Gitarrist Behrang Alavi, Keyboarder Robert Knossalla, Bassist Daniel Müller und Schlagzeuger Christoph Doletschek, veröffentlichen nach einer Split-EP und dem Albumdebut ‚Johnny Screams Juggernaut‘ nun ihr zweites Album ‚Urban Focus‘.

Opener ‚Scapegoat‘ klingt nach dem Heavy Metal der 80er, vor dem geistigen Auge die langen Mähnen, knallenge Stretchjeans und Adidas Hightops. Nun ist es aber nicht so, dass sich die Berliner gerne an einmal vorgegebene Strickmuster halten, so muss sich der Hörer im Grunde bei jedem Song auf einen neuen musikalischen Schwenk einstellen. Vom schnellen Punk von ‚Run For Your Knife‘ über ‚Polar‘, einer Radiosingle á la Triggerfinger bis zu ‚LaVeNe‘, der Ballade des Albums, mit sanften Gesangsmelodien.

Dazwischen ist Platz für den Wahnsinn, in Form von Psychedelic gepaart mit vertrackten Tempowechseln wie bei ‚Some Snakes Are Better Than Others‘, in ‚Gizmo Scheme‘ trötet ein Saxophon tapfer gegen Gitarren an, dazu klimpert in Highspeed ein Piano; Rock And Roll nach Pilzgenuss. Und während ‚Goon Goon Gone‘ sich zu einem Elektro-Rock-Ungetüm auswächst schrumpfen Oddjobmen beim postpunkigen ‚1984‘ wieder auf Normalmass.

‚Urban Focus‘ ist ein Hitalbum, klingt nach Genie, Wahnsinn und frisch lackiertem Totalschaden, ist eine mächtige Stoner-, Kraut- und Art-Rock-Keule, kurzweilig und vielseitig.

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Oddjobmen
Urban Focus
(Setalight Records)

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Chris

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